Großbritannien stärkt die Kapazitäten zur Vorhersage von Oberflächenwasserüberschwemmungen

Der jüngste Versuch des Flood Forecasting Centre mit Modellen zur Gefährdung und Auswirkung von Oberflächengewässern hat vielversprechende Ergebnisse für die Verbesserung der nationalen Hochwasservorhersagefähigkeiten erbracht.
Überschwemmungen von Oberflächenwasser, die auftreten, wenn starke Regenfälle die Entwässerungssysteme überschwemmen und sich auf städtischen Oberflächen sammeln, sind in Großbritannien ein wachsendes Problem. Um dieses Problem anzugehen, hat das Flood Forecasting Center (FFC) einen Versuch durchgeführt, um die Wirksamkeit neuer Oberflächenwassergefährdungs- und -auswirkungsmodelle zu bewerten. Die Ergebnisse dieses Versuchs liegen nun vor und deuten auf erhebliche Fortschritte bei der Fähigkeit des Landes hin, diese Art von Überschwemmungsereignissen vorherzusagen und sich darauf vorzubereiten.
Das FFC, eine Partnerschaft zwischen der Environment Agency und dem Met Office, hat daran gearbeitet, diese neuen Modellierungsfunktionen zu entwickeln und zu testen. Der Versuch umfasste den Vergleich der Leistung der experimentellen Modelle mit historischen Überschwemmungsereignissen sowie die Echtzeitüberwachung während jüngster Starkregenepisoden.
Laut James Coles, leitender Hydrologe am FFC, waren die Ergebnisse recht vielversprechend. „Wir haben erhebliche Verbesserungen bei der Fähigkeit dieser Modelle festgestellt, Gebiete, die von Oberflächenwasserüberschwemmungen bedroht sind, genau zu identifizieren und detailliertere Informationen über die möglichen Auswirkungen bereitzustellen“, sagte er. „Dies ist ein großer Fortschritt in unseren nationalen Fähigkeiten zur Hochwasservorhersage.
Einer der Hauptvorteile der neuen Modelle ist ihre Fähigkeit, hochauflösende Daten zu Faktoren wie Bodenhöhe, Entwässerungsinfrastruktur und Landnutzung zu integrieren. Dies ermöglicht eine genauere Kartierung des Oberflächenwasserflusses und die Identifizierung gefährdeter Standorte. Die Modelle bieten Meteorologen außerdem ein besseres Verständnis der potenziellen Tiefe und des Ausmaßes von Überschwemmungen sowie der wahrscheinlichen Auswirkungen auf Häuser, Unternehmen und kritische Infrastruktur.
„Genaue und zeitnahe Informationen über das Hochwasserrisiko von Oberflächengewässern sind für eine wirksame Vorsorge und Notfallreaktion von entscheidender Bedeutung“, bemerkte Sarah Jackson, Leiterin der Abteilung Hochwasserresilienz bei der Umweltbehörde. „Diese neuen Modellierungsfunktionen werden ein wertvolles Werkzeug für lokale Behörden, Rettungsdienste und die Öffentlichkeit sein, um die Auswirkungen dieser Ereignisse zu verstehen und abzumildern.“
Der FFC-Versuch stellt einen wichtigen Schritt vorwärts in den Bemühungen des Vereinigten Königreichs dar, seine Hochwasservorhersage und Widerstandsfähigkeit angesichts eines sich ändernden Klimas zu verbessern. Da extreme Wetterereignisse häufiger und intensiver werden, wird die Fähigkeit, Oberflächenwasserüberschwemmungen genau vorherzusagen und darauf zu reagieren, immer wichtiger. Die vielversprechenden Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass das Land diesbezüglich auf dem richtigen Weg ist.
Quelle: UK Government


