Agrarabkommen zwischen Großbritannien und der EU baut Brexit-Hürden ab

Großbritannien und die EU nähern sich einer Einigung über Hygienestandards, um die Handelskonflikte beim Brexit zu verringern. Die schottischen Schalentierexporte könnten davon profitieren, auch wenn der Papierkram nicht ganz verschwinden wird.
Das Vereinigte Königreich und die Europäische Union rücken einem bahnbrechenden Agrarabkommen näher, das die durch den Brexit verursachten Handelsspannungen erheblich lindern könnte. Laut Zeugenaussagen vor dem House of Lords sind die Verhandlungsführer gerade dabei, ein Gesundheits- und Pflanzenschutzabkommen (SPS) fertigzustellen, das darauf abzielt, bürokratische Hürden abzubauen, die den bilateralen Handel seit dem Austritt Großbritanniens aus dem europäischen Block behindert haben.
Mitglieder des Ausschusses für europäische Angelegenheiten hörten, dass das vorgeschlagene Abkommen zwar den durch den Brexit verursachten Verwaltungsaufwand nicht vollständig beseitigen wird, aber erhebliche Auswirkungen auf bestimmte Sektoren haben könnte, insbesondere auf schottische Schalentierproduzenten. Das House of Lords wurde darüber informiert, dass schottische Langusten und Austern Sektoren darstellen, die voraussichtlich erheblich von der neuen Regelung profitieren werden. Diese Premium-Meeresfrüchteexporte standen vor erheblichen Herausforderungen bei der Bewältigung der Regulierungslandschaft, die nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion entstanden ist.
Das SPS-Abkommen stellt einen entscheidenden Bestandteil der laufenden Bemühungen zur Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Volkswirtschaften dar. Solche Vereinbarungen konzentrieren sich auf die Angleichung von Standards für Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Pflanzenschutzmaßnahmen, die traditionell zu Reibungspunkten für den grenzüberschreitenden Handel geführt haben. Durch die Schaffung von Rahmenwerken für die gegenseitige Anerkennung und die Straffung der Zertifizierungsprozesse zielt die Vereinbarung darauf ab, den Zeit- und Kostenaufwand für den Warentransport zwischen britischen und europäischen Märkten zu reduzieren.
