Großbritannien finanziert französische Beamte für die Abschiebung von Asylsuchenden

Neues Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich zielt auf Asylsuchende aus vom Krieg zerrütteten Ländern ab. Großbritannien bezahlt 200 französische Beamte für die Festnahme und Abschiebung von Migranten, die versuchen, den Ärmelkanal zu überqueren.
Das Vereinigte Königreich hat ein bedeutendes neues Abkommen mit Frankreich angekündigt, das darauf abzielt, die steigende Zahl von Asylsuchenden einzudämmen, die versuchen, den Ärmelkanal in kleinen Booten gefährlich zu überqueren. Im Rahmen dieser bahnbrechenden Vereinbarung wird das Vereinigte Königreich erhebliche Mittel zur Unterstützung von 200 französischen Strafverfolgungsbeamten bereitstellen, die mit der Inhaftierung und Abschiebung von Personen beauftragt werden, die aus einigen der am stärksten von Unruhen und Konflikten betroffenen Nationen der Welt fliehen. Diese gemeinsame Anstrengung stellt einen historischen Wandel in der Art und Weise dar, wie die beiden Nationen das komplexe Problem der irregulären Migration angehen.
Die neu errichtete Abschiebeeinrichtung in Dünkirchen wird als zentraler Knotenpunkt für die Bearbeitung und Inhaftierung von Migranten aus zehn bestimmten Ländern vor ihrer Abschiebung dienen. Diese Nationalitäten – Eritrea, Afghanistan, Iran, Sudan, Somalia, Äthiopien, Irak, Syrien, Vietnam und Jemen – wurden vom britischen Innenministerium als die zehn häufigsten Herkunftsländer von Personen identifiziert, die im vergangenen Jahr den Ärmelkanal mit kleinen Booten überquerten. Die strategische Auswahl dieser Nationen basiert auf einer umfassenden Datenanalyse aktueller Migrationsmuster und Ankunftsstatistiken.
Dies stellt einen bemerkenswerten Wandel in der Politik der französischen Regierung in Bezug auf die Bemühungen zur Asylabschiebung dar. Zuvor hatte Frankreich bei der Bekämpfung derjenigen, die versuchen, die britische Küste zu erreichen, einen maßvolleren Ansatz beibehalten, doch dieses neue Abkommen ist das erste Mal, dass die französische Regierung ausdrücklich zugestimmt hat, die Durchsetzungsmaßnahmen speziell auf diejenigen zu konzentrieren, die in Richtung Großbritannien reisen. Die Vereinbarung zeigt die zunehmende internationale Zusammenarbeit bei der Migrationskontrolle und verdeutlicht den wachsenden Druck, dem beide Nationen durch öffentliche Forderungen ausgesetzt sind, gegen illegale Kanalüberquerungen vorzugehen.
Quelle: The Guardian


