Großbritannien leitet rechtliche Schritte gegen Abramovich wegen Chelsea-Verkaufsfonds im Wert von 2,4 Milliarden Pfund ein

Dem russischen Milliardär wird vorgeworfen, die Frist für die Freigabe der Erlöse aus dem Verkauf des FC Chelsea verpasst zu haben, während Streit darüber herrscht, wie das Geld zur Unterstützung der Kriegsopfer in der Ukraine verwendet werden soll.
Die britische Regierung bereitet sich darauf vor, rechtliche Schritte gegen den russischen Milliardär Roman Abramovich einzuleiten, nachdem er eine Frist zur Freigabe der 2,4 Milliarden Pfund, die er durch den Verkauf seines geliebten Premier-League-Klubs Chelsea FC gesammelt hat, nicht eingehalten hat. Abramowitsch, der wegen seiner Verbindungen zum Kreml vom Vereinigten Königreich mit Sanktionen belegt wurde, wurde beschuldigt, seine „letzte Chance“ verpasst zu haben, die Gelder für die Unterstützung der Opfer des anhaltenden Ukraine-Kriegs bereitzustellen.
Beamten zufolge hat Abramowitsch das Geld nicht bis zum 17. März überwiesen, was das Vereinigte Königreich dazu veranlasste, ein mögliches Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Chelsea-Eigentümer vorzubereiten. Der Streit dreht sich um die Frage, wie der Erlös aus dem Vereinsverkauf letztendlich verwendet werden soll. Die Regierung besteht darauf, dass die Gelder für humanitäre Zwecke in der Ukraine verwendet werden müssen.

Abramowitsch behauptete, das Geld solle einer neuen Wohltätigkeitsstiftung zugutekommen, die er zu gründen gedenkt, doch die britischen Behörden widersetzten sich diesem Vorschlag und argumentierten, die Gelder müssten sofort verteilt werden, um den von der russischen Invasion betroffenen Ukrainern Hilfe zu leisten.
Der Schritt erfolgt, während die britische Regierung den Druck auf russische Oligarchen mit Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin weiter erhöht. Abramowitsch, der enge Verbindungen zum Kreml bestritten hat, wurde im März 2022 vom Vereinigten Königreich mit Sanktionen belegt, die zum erzwungenen Verkauf von Chelsea FC, einem der bekanntesten Premier-League-Klubs, führten.
Dem Milliardär, der Chelsea 2003 kaufte, wurde eine Frist bis zum 10. März gesetzt, um einen Verkauf des Klubs zu vermitteln, den er schließlich für 4,25 Milliarden Pfund durchführte, was ihn zur teuersten Sportmannschaftsübernahme in der Geschichte machte. Die britische Regierung weigerte sich jedoch, Abramovich die Einbehaltung der Erlöse zu gestatten, mit der Begründung, das Geld müsse zur Unterstützung der Ukraine verwendet werden.
Da die Frist nun abgelaufen ist und keine Lösung in Sicht ist, ist das Vereinigte Königreich bereit, den Fall vor Gericht zu bringen, um sicherzustellen, dass die 2,4 Milliarden Pfund der humanitären Krise in der Ukraine zugute kommen und nicht der von Abramovich vorgeschlagenen gemeinnützigen Stiftung. Der Schritt unterstreicht die Entschlossenheit der Regierung, russische Oligarchen zur Rechenschaft zu ziehen und ihr Vermögen zur Unterstützung der Wiederaufbaubemühungen der Ukraine umzuleiten.


