Das Lohnwachstum im Vereinigten Königreich verlangsamt sich, da die Arbeitslosigkeit stabil bleibt

Neue ONS-Daten zeigen, dass sich das Lohnwachstum im Vereinigten Königreich stark verlangsamt, was die Bank of England wahrscheinlich nicht dazu veranlassen wird, die Zinssätze zu senken. Umfassende Analyse der neuesten Arbeitsmarkttrends.
Die neuesten Daten des Office for National Statistics (ONS) zeigen eine starke Verlangsamung des britischen Lohnwachstums in den drei Monaten bis Januar, obwohl die Arbeitslosigkeit stabil bleibt. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Informationen die Bank of England davon überzeugen werden, die Zinssätze zu senken, da die Zentralbank ihre Bemühungen fortsetzt, die hohe Inflation einzudämmen.
Nach Angaben des ONS sank das durchschnittliche Gewinnwachstum im Dreimonatszeitraum auf 3,8 %, gegenüber 4,2 % zuvor. Dies stellt die langsamste Lohnwachstumsrate seit mehr als fünf Jahren dar und war größer als der von den Ökonomen der Stadt prognostizierte Rückgang.

Die schwächeren Lohnwachstumsdaten kommen daher, dass der britische Arbeitsmarkt relativ robust bleibt und die Arbeitslosigkeit stabil bei 3,7% liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitgeber den Gürtel bei Lohnerhöhungen zwar enger schnallen, der Arbeitsmarkt insgesamt jedoch angesichts des wirtschaftlichen Gegenwinds widerstandsfähig bleibt.
Die neuesten Zahlen werden die Entscheidungsfindung der Bank of England zu den Zinssätzen wahrscheinlich nicht beeinflussen. Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation, die in den zwölf Monaten bis Januar 10,1% erreichte, hat die Zentralbank die Zinsen elfmal in Folge angehoben. Es wird erwartet, dass die politischen Entscheidungsträger in den kommenden Monaten mindestens eine weitere Zinserhöhung durchführen, um das Preiswachstum wieder unter Kontrolle zu bringen.
Trotz der Verlangsamung des Lohnwachstums warnen Arbeitsmarktexperten, dass der Inflationsdruck weiterhin Anlass zur Sorge gibt. Gewerkschaften drängen auf größere Lohnerhöhungen, um den Arbeitnehmern zu helfen, mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten, während Arbeitgeber versucht haben, das Lohnwachstum zu begrenzen, um die Rentabilität zu schützen.
Die Bank of England wird die neuesten ONS-Daten wahrscheinlich genau beobachten, während sie ihre nächsten politischen Schritte abwägt. Während die britische Wirtschaft Anzeichen von Widerstandsfähigkeit gezeigt hat, muss die Zentralbank ihr Mandat zur Inflationsbekämpfung mit dem Risiko in Einklang bringen, das Land in eine tiefere Rezession zu treiben.
Quelle: The Guardian


