UN stellt fest, dass RSF-Belagerung im Sudan „Merkmale eines Völkermords“ aufweist

UN-Erkundungsmission kommt zu dem Schluss, dass die RSF-Belagerung von El Fasher im sudanesischen Nord-Darfur Anzeichen eines Völkermords aufweist, der sich gegen die ethnischen Gemeinschaften der Zaghawa und Fur richtet.
Eine Erkundungsmission der Vereinten Nationen hat eine vernichtende Bewertung der Belagerung von El Fasher durch die Rapid Support Forces abgegeben und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Aktionen der paramilitärischen Gruppe in der sudanesischen Hauptstadt Nord-Darfur klare „Merkmale von Völkermord“ aufwiesen. Die umfassende Untersuchung untersuchte die brutale 18-monatige Besetzung, die mit der Belagerung von El Fasher im Oktober begann, und deckte systematische Angriffe auf bestimmte ethnische Gemeinschaften auf. Die Ergebnisse stellen eine der schärfsten internationalen Verurteilungen des Verhaltens der RSF seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Sudan dar.
Die von den Vereinten Nationen beauftragten Ermittler dokumentierten sorgfältig Beweise dafür, dass die RSF und verbündete Milizen absichtlich Taktiken anwendeten, die darauf abzielten, die ethnischen Gemeinschaften der Zaghawa und Fur in der Stadt physisch zu zerstören. Diese Ergebnisse deuten auf eine koordinierte Kampagne hin, die weit über herkömmliche militärische Ziele hinausging und sich stattdessen auf die systematische Vernichtung bestimmter ethnischer Gruppen konzentrierte. Die Schlussfolgerungen des Berichts haben erhebliche rechtliche und diplomatische Implikationen, da Völkermord eines der schwersten Verbrechen nach internationalem Recht darstellt.
El Fasher, die Hauptstadt von Nord-Darfur, hatte strategische Bedeutung sowohl für die Militär- als auch für die Zivilbevölkerung, bevor sie unter die Kontrolle von RSF geriet. Die Stadt war ein wichtiges Verwaltungszentrum und ein sicherer Zufluchtsort für Vertriebene, die vor der Gewalt in anderen Teilen der Region flohen. Seine Gefangennahme stellte eine erhebliche Eskalation im umfassenderen sudanesischen Konflikt dar, der das Land verwüstet hat, seit die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und der RSF ausbrachen.
Während der 18-monatigen Besatzungszeit kam es zu beispielloser Gewalt und Zerstörung, die sich insbesondere gegen zivile Infrastruktur und Gemeinden richtete. Der detaillierten Analyse der Erkundungsmission zufolge umfassten die Taktiken der RSF vorsätzliche Angriffe auf wesentliche Dienstleistungen, die Zwangsumsiedlung bestimmter ethnischer Gruppen und die systematische Zerstörung kultureller und religiöser Stätten, die für die Zielgemeinschaften wichtig sind. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit etablierten rechtlichen Definitionen von Völkermordverhalten im Rahmen des humanitären Völkerrechts.


