Unsicherheit breitet sich im britischen Einzelhandel aus, da sich die Spannungen im Iran abzeichnen
Neue Daten zum Verbrauchervertrauen zeigen wachsende Bedenken britischer Käufer über die wirtschaftlichen Aussichten des Landes angesichts der zunehmenden Spannungen mit dem Iran.
Inmitten zunehmender globaler Spannungen nach der Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff hat eine neue Umfrage ergeben, dass sich auf dem britischen Verbrauchermarkt eine Welle der Angst ausbreitet. Der neueste Verbrauchervertrauensindex von GfK, einer der führenden Marktforschungsgruppen des Landes, zeigt einen starken Rückgang des Käuferoptimismus hinsichtlich der Aussichten für die britische Wirtschaft im kommenden Jahr.
Der GfK-Verbrauchervertrauensindex, der misst, wie Verbraucher über ihre persönlichen Finanzen und die allgemeinen Wirtschaftsaussichten denken, fiel im Januar auf -11, verglichen mit -8 im Dezember. Dies stellt einen erheblichen Rückgang der Verbraucherstimmung dar, wobei der Index nun auf dem niedrigsten Stand seit der Nachwirkung des Brexit-Referendums 2016 liegt.
Laut Joe Staton, Client Strategy Director bei GfK, steht der Vertrauensverlust in direktem Zusammenhang mit der wachsenden Beunruhigung über die Möglichkeit eines Konflikts mit dem Iran. „Der jüngste Vertrauensverlust zeigt, dass die Stimmung der britischen Verbraucher durch globale Ereignisse verunsichert wurde“, sagte Staton. „Es geht jetzt eine Welle der Angst durch den Markt, dass die Spannungen zwischen den USA und dem Iran negative Auswirkungen auf die britische Wirtschaft haben könnten.“
Die Wirtschaftsleistung des Vereinigten Königreichs war in den letzten Monaten ein zentrales Anliegen der Verbraucher, wobei die Unsicherheit über den Brexit und die Möglichkeit einer Rezession das Verbrauchervertrauen stark belasteten. Die neuen Daten deuten darauf hin, dass globale geopolitische Entwicklungen diese Sorgen nun verstärken und möglicherweise die Ausgabenbereitschaft der Briten in den kommenden Monaten dämpfen.
Der sinkende Vertrauensindex spiegelt einen breiteren Trend der Vorsicht unter den britischen Verbrauchern wider, die offenbar zunehmend besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind. Laut der GfK-Umfrage sanken auch die Ansichten der Käufer über ihre persönliche finanzielle Situation in den nächsten 12 Monaten von -1 im Dezember auf -3 im Januar.
Die Nachricht dürfte für die britische Regierung Anlass zur Sorge geben, die angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit auf einen widerstandsfähigen Verbrauchersektor gesetzt hat, um das Wirtschaftswachstum voranzutreiben. Da die Aussicht auf eine weitere globale Instabilität nun die Verbraucherstimmung belastet, müssen politische Entscheidungsträger möglicherweise Maßnahmen ergreifen, um das Verbrauchervertrauen zu stärken und eine umfassendere Konjunkturabschwächung zu verhindern.
Analysten warnen, dass ein anhaltender Rückgang des Verbrauchervertrauens erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsaussichten Großbritanniens haben könnte. Wenn die Kaufbereitschaft der Käufer immer größer wird, könnte dies zu einer Verlangsamung der Einzelhandelsumsätze führen und möglicherweise das allgemeine Wirtschaftswachstum untergraben. Da die Zukunft der Beziehungen des Vereinigten Königreichs zur EU immer noch ungeklärt ist und das Gespenst eines globalen Konflikts sich jetzt abzeichnet, stehen die Verbraucher des Landes in den kommenden Monaten vor einem herausfordernden und unsicheren Umfeld.
Quelle: BBC News


