Unveröffentlichtes LG Rollable Teardown verrät, warum Rollables nie erfolgreich waren

Aufrollbare Telefone waren ein mutiges Konzept, aber ihr komplexes Innenleben und ihre hohen Kosten machten sie für eine Masseneinführung unpraktisch. Der Teardown des unveröffentlichten Rollable-Modells von LG beleuchtet die Herausforderungen.
Rollbare Telefone wurden einst als die nächste große Innovation in der Mobiltechnologie angepriesen, und Unternehmen wie LG planten, den Markt zu revolutionieren. Allerdings hat ein kürzlich erfolgter Abbau eines unveröffentlichten LG Rollable-Prototyps Aufschluss darüber gegeben, warum sich dieser Formfaktor nie durchgesetzt hat.
LG war einst ein Schwergewicht in der Smartphone-Branche und konkurrierte mit dem Rivalen Samsung. Doch als die Smartphone-Verkäufe stagnierten, hatte das Unternehmen Mühe, wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2021 plante LG ein Comeback mit einem aufrollbaren Telefon, kam jedoch nie über die Teaser-Phase hinaus. Jetzt, fünf Jahre nach dem offiziellen Ausstieg von LG aus dem Smartphone-Markt, ist das LG Rollable in einem YouTube-Teardown aufgetaucht, der die Komplexität und Herausforderungen dieses Designs demonstriert.
Das LG Rollable ist eines von mehreren rollbaren Konzepttelefonen, die Anfang der 2020er Jahre auf den Markt kamen. Das Aufkommen erschwinglicher flexibler OLED-Bildschirme führte zum Aufstieg faltbarer Telefone wie dem Samsung Galaxy Z Fold. Allerdings galten (und gelten) selbst faltbare Geräte als sehr teure Geräte. Basierend auf dem komplizierten Innenleben, das in dem Teardown enthüllt wurde, könnten aufrollbare Telefone sogar noch höhere Preise erzielt haben, was sie für den Mainstream-Verbraucher zu einer unpraktischen Wahl macht.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Der vom bekannten YouTube-Handy-Zerstörer JerryRigEverything durchgeführte Teardown bietet einen Einblick in die komplexe Technik hinter dem LG Rollable. Auf den ersten Blick scheint es sich bei dem Gerät um ein normales Smartphone zu handeln, doch ein kurzer Wisch aktiviert den Motor, der auf der Rückseite zusätzliche Bildschirmfläche entfaltet. Dies erweitert den sichtbaren Bereich um etwa 40 Prozent und bietet ein größeres Anzeigeerlebnis.
Der Teardown offenbart jedoch die technischen Herausforderungen, die wahrscheinlich zum Scheitern des rollbaren Telefonkonzepts beigetragen haben. Der komplizierte Mechanismus, der zum reibungslosen Auf- und Abrollen des Displays erforderlich ist, sowie die zusätzlichen Komponenten, die zur Unterstützung dieser Funktionalität erforderlich sind, führten zu einer erheblichen Komplexität und Kostensteigerung des Gerätedesigns. Der Abbau verdeutlicht auch die potenziellen Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit, da das wiederholte Auf- und Abrollen des Bildschirms mit der Zeit zu vorzeitigem Verschleiß führen könnte.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Der Misserfolg des LG Rollable ist ein warnendes Beispiel für die Smartphone-Branche. Obwohl Innovation von entscheidender Bedeutung ist, muss sie für die Massenmarkteinführung mit Praktikabilität und Kosteneffizienz in Einklang gebracht werden. Die Komplexität und der hohe Preis von aufrollbaren Telefonen machten sie für die meisten Verbraucher zu einer unpraktischen Wahl, was schließlich dazu führte, dass sie angesichts der gängigeren faltbaren Geräte untergingen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Da sich der Smartphone-Markt ständig weiterentwickelt, müssen Hersteller die Kompromisse zwischen innovativen Funktionen und der allgemeinen Produkttauglichkeit sorgfältig abwägen. Die aus dem LG Rollable Teardown gewonnenen Erkenntnisse werden zweifellos die zukünftige Entwicklung flexibler Display-Technologien und deren Integration in mobile Geräte beeinflussen.
Quelle: Ars Technica


