US-Gesandter reist nach Ungarn, um den umkämpften Premierminister Orban vor der Schlüsselwahl zu unterstützen

John Bolton, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater der USA, reist nach Ungarn, um die Wiederwahl von Premierminister Orban voranzutreiben, angesichts wachsender Besorgnis über demokratische Rückschritte.
Der ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, wird diese Woche Ungarn besuchen, um Premierminister Viktor Orban vor den bevorstehenden Parlamentswahlen im Land seine Unterstützung anzubieten, was bei internationalen Beobachtern für Aufsehen sorgt. Die für den 3. April angesetzte Wahl gilt als entscheidender Test für Orban, der seit 2010 an der Macht ist und zunehmender Kritik wegen seiner autoritären Tendenzen und der Erosion demokratischer Institutionen ausgesetzt ist.
Boltons Besuch findet zu einer Zeit statt, in der Orbans Machtergreifung von einer vereinten Oppositionskoalition in Frage gestellt wird, die verspricht, demokratische Gewaltenteilung wiederherzustellen. Die Europäische Union hat auch Bedenken über Orbans hartes Vorgehen gegen die Medienfreiheit, die Unabhängigkeit der Justiz und zivilgesellschaftliche Organisationen geäußert, was zu einer langwierigen Pattsituation über den Rechtsstaatsmechanismus der Union geführt hat.
Analysten sagen, dass Boltons Präsenz in Ungarn wahrscheinlich als stillschweigende Billigung von Orbans autoritärer Herrschaft angesehen wird, die Vergleiche mit der Führung des russischen Präsidenten Wladimir Putin gezogen hat. Orban pflegt enge Beziehungen zum Kreml, auch wenn er versucht, sich als Verfechter dessen darzustellen
Quelle: The New York Times


