USA klagt Gouverneur von Sinaloa wegen Verbindungen zum Drogenkartell an

Das US-Justizministerium klagt den Gouverneur von Sinaloa und neun mexikanische Beamte wegen Drogenhandels, Waffendelikten und Entführungen im Zusammenhang mit Kartelloperationen an.
In einer bedeutenden Entwicklung, die die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Mexiko-Stadt zu belasten droht, hat das US-Justizministerium formelle Anklage gegen den Gouverneur des Bundesstaates Sinaloa und neun weitere aktuelle und ehemalige mexikanische Beamte erhoben. In der umfassenden Anklageschrift wird behauptet, dass diese hochrangigen Regierungsvertreter an erheblichen kriminellen Handlungen beteiligt waren, darunter Drogenhandelsdelikte, Waffenschmuggel, Geldwäsche und Entführungsoperationen.
Die Anklage stellt eine der bisher aggressivsten Strafverfolgungen dar, die sich gegen Korruption auf den höchsten Ebenen der mexikanischen Landesregierung richtet. Die Bundesanwälte behaupten, dass die Angeklagten in Zusammenarbeit mit dem mächtigen Sinaloa-Kartell aktiv die massive Einfuhr illegaler Betäubungsmittel in die Vereinigten Staaten erleichtert haben. In der Anklageschrift wird detailliert beschrieben, wie diese Beamten angeblich ihre Autoritätspositionen missbraucht haben, um Schutz, logistische Unterstützung und politische Deckung für groß angelegte Drogenhandelsoperationen zu bieten, die amerikanische Straßen mit gefährlichen Substanzen überschwemmten.
Gerichtsunterlagen zufolge wird den Angeklagten vorgeworfen, ihre Regierungspositionen dazu genutzt zu haben, Kartellaktivitäten vor der Kontrolle der Strafverfolgungsbehörden zu schützen. Einige der angeklagten Beamten erhielten angeblich erhebliche Bestechungsgelder als Gegenleistung dafür, dass Drogenhandelsorganisationen in ihrem Zuständigkeitsbereich frei agieren konnten. Die Anschuldigungen unterstreichen die tiefe Korruption, die mexikanische Staatsinstitutionen infiziert hat und sie zu Mittätern des katastrophalen Drogenkrieges macht, der in ganz Nordamerika Hunderttausende Menschenleben gefordert hat.


