US-Schulbuchverbote verdoppeln sich für Sachbuchtitel

Der Bericht von PEN America zeigt, dass sich die Verbote von Sachbüchern an US-Schulen im Zeitraum 2024–2025 verdoppelt haben, wobei Bücher über Aktivismus und soziale Bewegungen stark ins Visier genommen werden.
Ein umfassender neuer Bericht von PEN America hat erhebliche Bedenken hinsichtlich der geistigen Freiheit im amerikanischen Bildungswesen geäußert und enthüllt, dass sich die Zahl der verbotenen Sachbücher im Schuljahr 2024–2025 in den Vereinigten Staaten verdoppelt hat. Der alarmierende Trend unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Bildungseinrichtungen und Interessengruppen darüber, welche Materialien für den Zugang von Schülern geeignet sind, was zu einer kontroversen Debatte über Zensur in Schulen führt.
Die detaillierte Analyse der Organisation untersuchte 3.743 Einzeltitel, die im Zeitraum Juli bis Juni aus Schulbibliotheken und Klassenzimmern entfernt wurden, was einen beispiellosen Anstieg an Anträgen auf Buchentfernung darstellt. Unter diesen Entfernungen stellten die Forscher fest, dass es sich bei über 1.100 Titeln, die etwa 29 % aller beanstandeten Materialien ausmachten, um Sachbücher handelte – ein dramatischer Anstieg, der mehr als das Doppelte des Prozentsatzes gegenüber dem vorangegangenen akademischen Jahr darstellt. Diese Verschiebung der Targeting-Muster zeigt einen bedeutsamen Wandel in der Art der Zensurbemühungen, die sich auf amerikanische Schulsysteme auswirken.
Eines der auffälligsten Ergebnisse des PEN America-Berichts ist, dass Bücher, die sich mit Aktivismus und sozialen Bewegungen befassen, zu besonders gefährdeten Zielen für die Entfernung geworden sind. Bildungsmaterialien, die sich mit der Geschichte der Bürgerrechte, zeitgenössischen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit und bürgerschaftlichem Engagement befassen, wurden von verschiedenen Interessengruppen intensiver geprüft und herausgefordert. Dieser Trend deutet auf eine bewusste Anstrengung hin, den Kontakt der Schüler mit Literatur zu begrenzen, die sich mit historischen und zeitgenössischen gesellschaftlichen Veränderungen befasst, was Fragen zu den Auswirkungen auf das Verständnis der Schüler für die amerikanische Geschichte und Gesellschaft aufwirft.


