Venezuelas antiimperialistische „Chavismo“-Bewegung steht vor einem entscheidenden Scheideweg

Die sozialistische „Chavismo“-Bewegung von Hugo Chávez ist seit langem gegen eine US-Intervention in Venezuela. Aber wie haben sich die Chavisten an die sich verändernden Beziehungen zwischen den USA und Venezuela angepasst?
Die Chavismo-Bewegung, die vom verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez gegründet wurde, zeichnet sich seit langem durch ihren entschiedenen Widerstand gegen die Intervention und den Imperialismus der USA aus. Chávez, ein feuriger linker Führer, baute ein sozialistisches politisches und wirtschaftliches Modell auf, das den amerikanischen Interessen in der Region diametral entgegengesetzt war. Da sich die Dynamik der Beziehungen zwischen den USA und Venezuela jedoch in den Jahren seit Chávez‘ Tod weiterentwickelt hat, befindet sich die Chavismo-Bewegung nun an einem kritischen Scheideweg.
Die definierenden Prinzipien des Chavismus
Im Kern des Chavismus liegt ein tief verwurzeltes Misstrauen und eine Ablehnung der US-Hegemonie in Lateinamerika. Chavez nannte die Vereinigten Staaten bekanntlich das „Imperium“ und wetterte häufig gegen die amerikanische Einmischung in die Angelegenheiten Venezuelas. Er versuchte, Venezuela als Gegengewicht zum Einfluss der USA zu positionieren, indem er Bündnisse mit anderen linken Regierungen in der Region schmiedete und sich für eine multipolare Weltordnung einsetzte.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


