Der venezolanische Führer fordert ein Ende aller US-Sanktionen

Während die USA einige Sanktionen lockern, fordert der venezolanische Präsident Delcy Rodriguez ein „Venezuela ohne Sanktionen“, um die angeschlagene Wirtschaft des Landes zu stabilisieren.
Der venezolanische Präsident Delcy Rodriguez hat die vollständige Aufhebung der US-Sanktionen gegen das Land gefordert und erklärt, dass die bisher begrenzte Lockerung der Sanktionen nicht ausgereicht habe, um Venezuelas turbulente Wirtschaft zu stabilisieren.
In einer Rede erklärte Rodriguez, dass Venezuela „frei von Sanktionen sein muss, um die anhaltende Wirtschaftskrise des Landes zu bewältigen, die durch jahrelange lähmende amerikanische Sanktionen noch verschärft wurde. Während die Biden-Regierung einige Schritte unternommen hat, um bestimmte Sanktionen zu lockern, argumentierte Rodriguez, dass diese begrenzte Lockerung nicht ausreichte, um die Situation sinnvoll zu verbessern.
Die Äußerungen des venezolanischen Führers erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und Venezuela vorsichtig nach Möglichkeiten suchen, ihre angespannte Beziehung zu verbessern. In den letzten Monaten haben hochrangige US-Beamte Gespräche mit der Maduro-Regierung geführt und damit eine Abkehr von der Politik der Trump-Regierung zur Isolierung Venezuelas markiert.
Allerdings machte Rodriguez deutlich, dass ihre Regierung nicht zufrieden sein wird, bis alle US-Sanktionen aufgehoben sind, und erklärte, dass Venezuela ohne ein „Venezuela ohne Sanktionen nicht „vorankommen“ könne. Sie betonte, dass das Land freien Zugang zum globalen Finanzsystem und den Handelsmärkten haben muss, um seine wirtschaftlichen Probleme zu bewältigen.
Die von den USA verhängten Sanktionen richteten sich gegen venezolanische Beamte, den staatlichen Ölkonzern PDVSA und andere Schlüsselsektoren der venezolanischen Wirtschaft. Die Maduro-Regierung argumentiert seit langem, dass diese Maßnahmen zum wirtschaftlichen Zusammenbruch und zur humanitären Krise des Landes beigetragen haben.
Während die Biden-Regierung ihre Bereitschaft bekundet hat, mit Venezuela zusammenzuarbeiten, hat sie auch darauf hingewiesen, dass das Maduro-Regime konkrete Schritte zur Wiederherstellung der Demokratie und der Menschenrechte unternehmen muss, bevor eine nennenswerte Lockerung der Sanktionen gewährt werden kann. Diese Haltung war ein Streitpunkt zwischen den beiden Ländern auf ihrem Weg nach vorne.
Während die USA und Venezuela ihren heiklen diplomatischen Tanz fortsetzen, bleibt das venezolanische Volk in der Mitte gefangen und kämpft mit den Folgen der wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen des Landes. Rodriguezs Ruf nach einem „Venezuela ohne Sanktionen ist ein klares Zeichen dafür, dass die Maduro-Regierung die Aufhebung der US-Sanktionen als einen entscheidenden Schritt zur Bewältigung der drängenden Herausforderungen des Landes ansieht.
Quelle: Al Jazeera


