Verdächtiger wegen Kriegsverbrechen plant Ausreise aus Spanien, Gerichtsdokumente enthüllen

Ben Roberts-Smith soll vor seiner Festnahme am Flughafen Sydney wegen Kriegsverbrechen recherchiert haben, ob er Australien verlassen und ein Wellness-Unternehmen in Spanien gekauft hätte.
Gerichtsdokumente haben ergeben, dass Ben Roberts-Smith, ein Soldat, dem schwere Vorwürfe der Begehung von Kriegsverbrechen bei Militäreinsätzen in Afghanistan vorgeworfen werden, aktiv seine Abreise aus Australien plante, als ihn die Behörden Anfang des Monats am Flughafen Sydney festnahmen. Zu den mutmaßlichen Plänen gehörten ein Umzug ins Ausland und die Investition in ein Geschäftsvorhaben im Ausland, wie aus den Beweisen hervorgeht, die dem Gericht während seiner Anhörung gegen Kaution vorgelegt wurden.
Die Partnerin des ehemaligen Soldaten gab aus, dass das Paar über die Möglichkeit gesprochen hatte, ins Ausland zu ziehen, um das zu etablieren, was sie als „etwas Normalität in unserem Leben“ bezeichnete. Diese Aussage unterstreicht die persönlichen Umstände rund um Roberts-Smiths Situation und legt nahe, dass der Stress anhängiger Gerichtsverfahren das Paar möglicherweise dazu motiviert hat, über einen Umzug nachzudenken, um seinen aktuellen Umständen zu entfliehen und sich außerhalb Australiens ein neues Leben aufzubauen.
Gerichtsakten zufolge hatte sich Roberts-Smith einen Business-Class-Flug gesichert, der Australien innerhalb von nur vier Tagen nach seiner tatsächlichen Festnahme am Flughafen verlassen sollte. Dieser Zeitplan lässt darauf schließen, dass seine Abschiedspläne unmittelbar bevorstanden und konkret waren und nicht bloße Spekulationen oder beiläufige Diskussionen zwischen Familienmitgliedern. Die Staatsanwaltschaft betonte diesen Punkt während des Kautionsverfahrens und hob hervor, was sie als Beweis für eine vorsätzliche Absicht hinsichtlich seiner beabsichtigten Abreise ansah.


