Der kriegsbedingte Anstieg der Lebensmittelpreise erschüttert die globalen Märkte

Der Anstieg der Energiekosten durch den Nahostkonflikt treibt die Lebensmittelpreise in die Höhe, insbesondere für Pflanzenöl und Zucker, heißt es in einem UN-Bericht.
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat laut einem neuen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen hohen Tribut an die weltweiten Lebensmittelpreise gefordert. Der FAO-Lebensmittelpreisindex verzeichnete im März einen Anstieg von 2,4 % und markierte damit den zweiten monatlichen Anstieg der Lebensmittelrohstoffpreise auf der ganzen Welt in Folge.
Am stärksten zu diesem Anstieg beigetragen haben Pflanzenöl- und Zuckerpreise, die um 5 % bzw. 7 % anstiegen. Experten führen dies größtenteils auf die durch den Krieg in der Region verursachten ansteigenden Energiekosten sowie auf Störungen der globalen Fracht- und Transportnetze zurück.

„Die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine sowie die dadurch verursachte Unsicherheit erschüttern weiterhin die globalen Lebensmittelmärkte und stören die Lieferketten“, sagte Maximo Torero, Chefökonom der FAO. „Dies stellt Verbraucher, Unternehmen und Regierungen weltweit vor echte Herausforderungen.“
Die steigenden Lebensmittelpreise sind am deutlichsten in Ländern mit niedrigem Einkommen zu spüren, die stark auf den Import von Grundnahrungsmitteln angewiesen sind. Viele Länder haben derzeit mit hoher Inflation und Engpässen zu kämpfen, was den bestehenden Hunger und die Ernährungsunsicherheit verschärft.
Experten warnen, dass sich die Situation wahrscheinlich verschlechtern wird, bevor sie sich bessert, da sich der Konflikt in der Ukraine hinzieht und die Sanktionen gegen russische Energie- und Agrarexporte weiterhin in den globalen Lieferketten nachwirken. Regierungen und internationale Organisationen bemühen sich darum, Wege zu finden, um die Auswirkungen auf gefährdete Bevölkerungsgruppen abzumildern und die Lebensmittelmärkte zu stabilisieren.
„Wir befinden uns auf Neuland“, sagte Torero. „Die Kombination der Faktoren, die hier eine Rolle spielen, führt zu einer äußerst volatilen und unvorhersehbaren Situation, die ernsthafte Risiken für die Ernährungssicherheit auf der ganzen Welt birgt.“
Quelle: The Guardian


