Der Krieg im Iran kühlt den britischen Immobilienmarkt ab, warnt Nationwide

Nationwide prognostiziert, dass sich der britische Immobilienmarkt angesichts der Folgen des Iran-Konflikts abschwächen wird, da die Hypotheken- und Energiekosten steigen und das Verbrauchervertrauen sinkt.
Nach Angaben eines führenden Kreditgebers wird erwartet, dass sich der britische Immobilienmarkt in den kommenden Monaten abkühlen wird, da die Folgen des anhaltenden Konflikts im Iran ihren Tribut fordern. Nationwide, einer der größten Hypothekenanbieter Großbritanniens, sagt, dass der Markt im März wieder an Dynamik gewonnen habe, warnt jedoch davor, dass steigende Hypotheken- und Energiekosten das Verbrauchervertrauen erheblich beeinträchtigen könnten.
Der Chefökonom des Kreditgebers, Robert Gardner, stellte fest, dass der Markt in den letzten Monaten Anzeichen von Widerstandsfähigkeit gezeigt habe und die Immobilienpreise im März im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % gestiegen seien. Er warnte jedoch davor, dass dieses Wachstum wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts spürbar werden.
„Der britische Immobilienmarkt hat in den letzten Monaten einige Anzeichen dafür gezeigt, dass er wieder an Dynamik gewinnt“, sagte Gardner. „Allerdings dürften die Folgen des Krieges im Iran, einschließlich steigender Hypotheken- und Energiekosten, in den kommenden Monaten einen abkühlenden Einfluss auf den Markt haben.“
Der Konflikt im Iran hat zu einem Anstieg der globalen Öl- und Gaspreise geführt, was die Haushaltsbudgets unter Druck setzt und das Verbrauchervertrauen schwächt. Dies wiederum dürfte die Nachfrage nach Wohnraum dämpfen, da potenzielle Käufer bei großen Investitionen vorsichtiger werden.
Darüber hinaus wird der Anstieg der Hypothekenzinsen, der durch die Bemühungen der Bank of England zur Eindämmung der Inflation vorangetrieben wird, wahrscheinlich auch einige Käufer aus dem Markt verdrängen, was die Nachfrage weiter dämpfen wird.
„Die Kombination aus höheren Hypothekenkosten und dem Druck auf die Haushaltsbudgets durch steigende Energierechnungen und anderen Preisdruck dürfte die Nachfrage in den kommenden Monaten belasten“, warnte Gardner.
Trotz der düsteren Aussichten bleibt Nationwide hinsichtlich der langfristigen Aussichten für den britischen Immobilienmarkt vorsichtig optimistisch. Der Kreditgeber geht davon aus, dass die grundlegenden Nachfragetreiber, wie das knappe Wohnungsangebot und die anhaltende Attraktivität von Wohneigentum, den Markt längerfristig weiterhin stützen werden.
Quelle: BBC News


