Walrettung wegen fehlerhaftem Tracker kritisiert

Meeresexperten kritisieren privat finanzierte Buckelwal-Rettungsaktion, nachdem Ortungsgerät ausgefallen ist. Timmys Aufenthaltsort ist Tage nach seiner Freilassung aus Dänemark unbekannt.
Die ehrgeizige Rettungsaktion eines gestrandeten Buckelwals vor der deutschen Ostseeküste wird in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zunehmend kontrovers diskutiert. Meeresbiologen und Walexperten haben ihre öffentliche Kritik an der privat finanzierten Initiative verstärkt und ernsthafte Fragen zur Durchführung und den Ergebnissen der Mission aufgeworfen. Im Mittelpunkt der Kontroverse standen kritische Betriebsfehler, die das Schicksal des geretteten Tieres ungewiss und die Gesamtwirksamkeit der Intervention ernsthaft in Frage stellten.
Ein junger männlicher Buckelwal, liebevoll Timmy genannt, nach einer der Sandbänke, wo er gestrandet war, wurde einer mehrwöchigen, aufwändigen und teuren Rettungsaktion unterzogen. Die Walrettung umfasste den Transport des in Not geratenen Meeressäugetiers in einem speziell konstruierten wasserführenden Lastkahn, der von leistungsstarken Schleppern über schwierige Gewässer in Richtung der Küste Dänemarks gezogen wurde. Was als erfolgreiche Intervention gedacht war, die menschliches Mitgefühl und technische Fähigkeiten unter Beweis stellt, ist stattdessen zu einer Fallstudie über betriebliche Pannen und unzureichende Planung geworden.
Die schlimmste Offenbarung kam, als festgestellt wurde, dass das an Timmys Körper angebrachte Ortungsgerät eine Fehlfunktion aufwies, wodurch es für Überwachungszwecke völlig unwirksam war. Dieser kritische Geräteausfall bedeutet, dass Marineexperten absolut keine Möglichkeit haben, Timmys aktuellen Standort, Gesundheitszustand oder Verhaltensmuster nach der Freilassung zu überprüfen. Drei Tage nach Abschluss der Transportaktion herrscht völlige Ungewissheit über jeden Aspekt des Zustands des Wals nach der Rettung.
Quelle: The Guardian


