Ehefrauen der Vermissten in Syrien kämpfen für gesetzliche Rechte

In Syrien haben die Ehefrauen der Vermissten aufgrund veralteter Familiengesetze eingeschränkte Rechte, da das Sorgerecht und das Erbe bei männlichen Verwandten liegen. Befürworter drängen auf Reformen, um diese Ungleichheit zwischen den Geschlechtern anzugehen.
Syriens jahrzehntealte Familiengesetze haben Hunderttausende Frauen und Kinder in einem rechtlichen Schwebezustand zurückgelassen, da die Ehefrauen der Vermissten darum kämpfen, das Sorgerecht für ihre Kinder und ihre Erbrechte zu behalten. Diese veralteten Gesetze legen Sorge- und Erbschaftsentscheidungen in die Hände männlicher Verwandter und verbieten gleichzeitig die Wiederverheiratung – eine große Herausforderung für Frauen, deren Ehemänner während des anhaltenden Konflikts im Land verschwunden sind oder für tot gehalten werden.
Für Maysaa, eine 35-jährige Mutter von drei Kindern, war diese rechtliche Realität eine ständige Quelle der Angst und Unsicherheit. Ihr Ehemann Fadi wurde 2013 von einer bewaffneten Gruppe entführt und seitdem weder gesehen noch gehört. Nach syrischem Recht kann Maysaa Fadi nicht offiziell für tot erklären, sodass sie weder wieder heiraten noch die Finanzen und Vermögenswerte der Familie vollständig verwalten kann.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


