Woolworths verteidigt die Regeln zu „Preissenkungen“ im ACCC-Gerichtsverfahren

Der Geschäftsführer von Woolworths erläutert die Regeln des Werbesystems, die „Gaming“-Rabatte verhindern sollen. Details vom zweiten Tag des wegweisenden ACCC-Gerichtsverfahrens.
In einer bedeutenden Entwicklung während des laufenden Bundesgerichtsverfahrens hat ein leitender Woolworths-Manager ausgesagt, dass er den Ansatz des Unternehmens bei der Verwaltung seines „Prices Dropped“-Werbeprogramms verteidigt. Die Aussagen der Führungskraft kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) ihr wegweisendes Verfahren gegen den Supermarktgiganten vorantreibt und ernsthafte Fragen zur Integrität der Rabattmarketingpraktiken im australischen Einzelhandelssektor aufwirft.
Paul Harker, der als Woolworths' Chief Commercial Officer fungierte, bezog am Mittwoch Stellung, um gelockerte Regeln zu verteidigen, die angeblich geschaffen wurden, um Verbraucher vor irreführenden Werbeaussagen zu schützen. In seiner Aussage am zweiten Prozesstag betonte Harker, dass die Richtlinien speziell dazu gedacht seien, sowohl die Supermarktkette als auch ihre Lieferanten daran zu hindern, Lücken im Werberahmen auszunutzen. Diese Verteidigung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Prüfung der Art und Weise, wie das Unternehmen diese Rabattmechanismen umsetzt und durchsetzt.
Die Zeugenaussage stellt einen entscheidenden Moment für das Verständnis der operativen Mechanismen dar, die hinter den Preisstrategien eines der größten Einzelhändler Australiens stehen. Harkers Aussagen geben Einblick in die Beweggründe des Unternehmens für bestimmte politische Entscheidungen, die die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden und die Besorgnis der Verbraucher auf sich gezogen haben. Seine Beweise werden sich wahrscheinlich als ausschlaggebend für die Entscheidung erweisen, ob die Praktiken von Woolworths nach australischem Verbraucherrecht irreführendes oder betrügerisches Verhalten darstellen.


