Selenskyj kritisiert Russlands „Zynismus“ wegen des Waffenstillstandsvorschlags

Der ukrainische Präsident verurteilt russische Angriffe, bei denen fünf Arbeiter getötet wurden, während Moskau einen Waffenstillstand bei der Militärparade anstrebt. Gasanlage in der Region Poltawa bombardiert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das diplomatische Vorgehen des Kremls scharf verurteilt und der russischen Führung vorgeworfen, „äußersten Zynismus“ an den Tag gelegt zu haben, indem sie über Nacht tödliche Militärschläge orchestrierte und gleichzeitig eine vorübergehende Waffenstillstandsvereinbarung vorschlug. Der vorgeschlagene Waffenstillstand scheint laut Selenskyjs Aussagen in erster Linie dazu gedacht zu sein, Moskau die ungehinderte Durchführung seiner Militärparaden zu ermöglichen, was einen krassen Widerspruch zu den gleichzeitigen Bombenangriffen auf die ukrainische Zivil- und Energieinfrastruktur darstellt.
Der nächtliche Angriff zielte auf kritische Energieinfrastruktur in der zentralen Poltawa-Region der Ukraine und führte zu erheblichen Verlusten und weitreichenden Schäden. Drei Mitarbeiter des staatlichen ukrainischen Energieunternehmens Naftogaz kamen bei einem ersten Streik in einer großen Gasanlage ums Leben, die einen wichtigen Bestandteil des ukrainischen Energieversorgungsnetzes darstellt. Der tragische Verlust an Menschenleben wurde noch schlimmer, als Rettungskräfte vor Ort eintrafen, um Überlebenden zu helfen und den Schaden einzudämmen, was eine zweite Bombenwelle auslöste, die zwei weitere Todesopfer der Rettungskräfte forderte.
Der Angriff auf die Gasanlage Poltawa stellt ein weiteres Kapitel im anhaltenden Muster russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur dar. Diese vorsätzlichen Angriffe auf Stromerzeugungs- und -verteilungsanlagen sind zu einem Markenzeichen der russischen Militärkampagne geworden und haben weitreichende humanitäre Folgen im ganzen Land verursacht. Die Angriffe auf zivile Energiearbeiter unterstreichen die zivilen Opfer des anhaltenden Konflikts und werfen ernsthafte Fragen hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit militärischer Operationen auf.


