Null-Einkommensteuerplan löst Debatte aus

Experten warnen davor, dass die von Missouri vorgeschlagene Null-Staatseinkommenssteuer verheerende Folgen haben könnte, und verweisen auf das gescheiterte Experiment von Kansas und Haushaltsdefizite.
Während sich die Wähler in Missouri darauf vorbereiten, eine wichtige Entscheidung über die Steuerstruktur des Staates zu treffen, äußern Wirtschaftsexperten ernsthafte Bedenken hinsichtlich eines republikanischen Vorschlags zur Abschaffung der staatlichen Einkommenssteuer. Die Initiative hat eine hitzige Debatte zwischen denen ausgelöst, die glauben, dass sie das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ankurbeln wird, und denen, die warnen, dass sie öffentliche Dienstleistungen und Staatsfinanzen zerstören könnte.
Hannah Rejali, eine 34-jährige Einwohnerin von Missouri, hat aus erster Hand erfahren, was passiert, wenn aggressive Einkommenssteuersenkungen fehlschlagen. Sie erlebte das umstrittene „Kansas-Experiment“ der 2010er Jahre, als der republikanische Gouverneur Sam Brownback dramatische Steuersenkungen durchführte, um der angeschlagenen Wirtschaft des Staates neues Leben einzuhauchen. Anstatt den versprochenen wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen, führten die Steuersenkungen zu einer Finanzkrise, die Kansas jahrelang heimsuchen sollte.
Die Folgen der Entscheidung von Kansas, die Einkommenssteuern zu senken, waren weitreichend und verheerend für öffentliche Institutionen im ganzen Staat. Mitte der 2010er-Jahre war der Staat mit einem schwindelerregenden Haushaltsdefizit von 900 Millionen US-Dollar konfrontiert, so dass die politischen Entscheidungsträger darum kämpften, Wege zur Aufrechterhaltung wesentlicher Dienstleistungen zu finden. Die finanziellen Belastungen erfassten mehrere Sektoren der Staatswirtschaft, wobei das Bildungswesen die Hauptlast der Kürzungen zu tragen hatte.
Quelle: The Guardian


