Simbabwes Regierung will Präsidentschaftswahlen abschaffen

Ein von Simbabwes Regierungspartei vorgeschlagenes neues Gesetz zielt darauf ab, direkte Präsidentschaftswahlen abzuschaffen, was Kontroversen und Debatten in der Bevölkerung auslöst.
Simbabwes regierende Partei ZANU-PF hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der simbabwischen Wählern das Recht entziehen würde, den Präsidenten des Landes direkt zu wählen. Die vorgeschlagene Verfassungsänderung hat eine heftige Gegenreaktion von Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen ausgelöst, die darin eine offensichtliche Machtübernahme sehen.
Nach dem derzeitigen System gehen Simbabwer alle fünf Jahre zur Wahl, um ihren Präsidenten durch eine direkte Volksabstimmung zu wählen. Allerdings sieht die neue Gesetzgebung vor, dass der Präsident stattdessen durch eine parlamentarische Abstimmung gewählt wird und der Vorsitzende der siegreichen Partei automatisch Staatsoberhaupt wird.

Unterstützer der Regierungspartei argumentieren, dass die Änderung der Führung des Landes mehr Stabilität und Kontinuität bringen würde. Sie behaupten, das derzeitige System habe zu spaltenden Wahlzyklen und politischer Instabilität geführt. Kritiker warnen jedoch davor, dass der Schritt zu viel Macht in den Händen der Regierungspartei konzentrieren und den demokratischen Prozess untergraben würde.
Nelson Chamisa, Vorsitzender der größten Oppositionspartei Citizens Coalition for Change (CCC), bezeichnete den Gesetzesvorschlag als
Quelle: BBC News


