Gerüchten zufolge erwägen Flugreisegiganten eine Blockbuster-Fusion

Der CEO von United Airlines schlug Trump die Fusion mit American Airlines vor und äußerte Bedenken hinsichtlich eines geringeren Wettbewerbs und höherer Flugpreise für Passagiere.
In Branchenkennern schwirren Gerüchte über eine mögliche Blockbuster-Fusion zwischen zwei der größten Fluggesellschaften der Welt, United Airlines und American Airlines. Quellen zufolge traf sich United-CEO Scott Kirby kürzlich mit Präsident Donald Trump und brachte ihm die Idee eines Zusammenschlusses der beiden Reisegiganten vor.
Ein solcher Deal würde, wenn er umgesetzt würde, die globale Flugreiselandschaft erheblich verändern und möglicherweise zu höheren Ticketpreisen, mehr Gebühren und weniger Optionen für Passagiere führen, warnen Branchenkritiker. Beide Fluggesellschaften blieben in dieser Angelegenheit zurückhaltend, aber die bloße Aussicht auf diesen Zusammenschluss hat bereits Schockwellen durch die Branche ausgelöst.

Durch den Zusammenschluss würde ein Airline-Gigant entstehen, der die beiden nach Passagieraufkommen größten Fluggesellschaften der Welt vereinen würde. United und American konkurrieren derzeit auf vielen der lukrativsten inländischen und internationalen Strecken direkt miteinander, und eine Konsolidierung dieser Größenordnung würde wahrscheinlich einer intensiven Prüfung durch die Kartellbehörden unterliegen.
„Eine Fusion zwischen United und American würde erhebliche Wettbewerbsbedenken aufwerfen“, sagte Diana Moss, Präsidentin des American Antitrust Institute. „Verbraucher könnten mit höheren Tarifen, eingeschränktem Service und weniger Auswahl rechnen.“ Fluggesellschaften haben in der Vergangenheit Fusionen genutzt, um Kapazitäten zu reduzieren und Preise zu erhöhen, zum Nachteil der Reisenden.
Die mögliche Fusion kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Luftfahrtindustrie, die mit den Folgen der COVID-19-Pandemie zu kämpfen hat. Sowohl United als auch American mussten im vergangenen Jahr starke Rückgänge bei Passagierzahlen und Einnahmen verkraften, die zu Tausenden von Stellenabbau und Flottenverkleinerungen führten.
Einige Branchenanalysten argumentieren, dass ein Zusammenschluss den Fluggesellschaften zu größerer Effizienz und Kosteneinsparungen verhelfen und möglicherweise ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken könnte. Andere warnen jedoch davor, dass die Kompromisse für die Verbraucher gravierend sein könnten und möglicherweise die hart erkämpften Fortschritte bei Wettbewerb und Erschwinglichkeit zunichtemachen, von denen Fluggäste in den letzten Jahren profitiert haben.
Da sich die Branche im Zuge der Pandemie weiter weiterentwickelt, wird die Aussicht auf eine Fusion zwischen den Vereinigten Staaten und den USA in den kommenden Monaten und Jahren sicherlich ein wichtiger Diskussions- und Debattenpunkt sein. Aufsichtsbehörden, Verbraucherschützer und Branchenanalysten werden genau beobachten, wie sich dieser potenzielle Deal entwickelt und welche Auswirkungen er auf die Zukunft des Flugverkehrs haben könnte.
Quelle: The Guardian


