Belgischer Diplomat steht wegen der Ermordung des Kongo-Führers 1961 vor einem historischen Prozess

Etienne Davignon, der letzte lebende Verdächtige, wird wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit der Ermordung von Patrice Lumumba, dem ersten demokratisch gewählten Führer des Kongos, vor Gericht stehen. Dieser Fall befasst sich mit dem kolonialen Erbe Belgiens.
Etienne Davignon, der einzige überlebende Verdächtige, muss sich wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit der Ermordung von Patrice Lumumba im Jahr 1961, dem ersten demokratisch gewählten Führer der Demokratischen Republik Kongo, vor Gericht verantworten. Dieser Fall stellt einen historischen Moment in der Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Belgiens und der Rolle des Landes bei einem der berüchtigtsten politischen Attentate Afrikas dar.
Lumumba, ein charismatischer Unabhängigkeitsführer, wurde nur wenige Monate nach der Unabhängigkeit des Kongos von Belgien im Jahr 1960 brutal ermordet. Seine Ermordung, von der viele Historiker glauben, dass sie unter Beteiligung belgischer Beamter inszeniert wurde, hat einen langen Schatten auf Belgiens koloniales Erbe in Zentralafrika geworfen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


