Der trotzige Museumsdirektor sieht sich angesichts des Vorgehens Russlands mit Bedrohungen konfrontiert

Nailya Allakhverdiyeva, die Direktorin eines Museums in Russland, weigerte sich, ihre Einrichtung trotz zunehmender Drohungen und Druck seitens der Behörden zu verlassen. Ihre mutige Geschichte beleuchtet die Herausforderungen, denen sich Kulturinstitutionen unter einem Unterdrückungsregime gegenübersehen.
Nailya Allakhverdiyeva, die Direktorin des Nationalmuseums Dagestan in Russland, sah sich unerbittlichem Druck und Drohungen seitens der Behörden ausgesetzt, als sie darum kämpfte, ihre Institution während der Unterdrückung von Andersdenkenden im Land am Leben zu halten. Allakhverdiyeva weigerte sich, den Forderungen nachzugeben, entschlossen, die wichtige Rolle des Museums in ihrer Gemeinde zu bewahren.
Das Nationalmuseum Dagestan ist eine kulturelle Einrichtung, die die reiche Geschichte und die vielfältigen Traditionen der Region Dagestan präsentiert. Unter der Leitung von Allakhverdiyeva hat das Museum zahlreiche Herausforderungen gemeistert, darunter Finanzierungskürzungen und bürokratische Hindernisse. Allerdings haben die jüngsten Drohungen und Einschüchterungstaktiken der Behörden einen erheblichen Tribut gefordert.
„Man kann das Schiff während eines Sturms nicht verlassen, weil man Angst hat“, sagte Allakhverdiyeva und spiegelte damit ihr unerschütterliches Engagement für die Mission des Museums wider. Trotz des zunehmenden Drucks weigerte sie sich, den Forderungen der Behörden nachzugeben, die versuchten, das Programm des Museums zu zensieren und seinen Betrieb zu diktieren.
Die Drohungen gegen Allakhverdiyeva und das Museum haben in den letzten Monaten zugenommen, und Beamte warnten sie, den Fokus des Museums auf das kulturelle Erbe und die ethnische Vielfalt Dagestans abzuschwächen. Die Behörden haben auch versucht, in die Ausstellungen des Museums einzugreifen und zwangen Allakhverdiyeva, schwierige Entscheidungen zu treffen, um ihr Personal und die Integrität der Institution zu schützen.
Die Herausforderungen, vor denen das Nationalmuseum Dagestan steht, sind nicht einzigartig. Kulturinstitutionen in ganz Russland haben mit zunehmender staatlicher Einmischung und Zensur zu kämpfen, da der Kreml versucht, das Narrativ zu kontrollieren und alle abweichenden Stimmen zu unterdrücken. Allakhverdiyevas Geschichte unterstreicht den Mut und die Widerstandsfähigkeit derjenigen, die sich angesichts eines solchen Drucks weigern, nachzugeben und entschlossen sind, das kulturelle Erbe und die Vielfalt zu bewahren, die ihre Gemeinschaften ausmachen.
Trotz der anhaltenden Bedrohungen bleibt Allakhverdiyeva ihrem Engagement für das Nationalmuseum Dagestan treu. Sie navigiert weiterhin durch die tückischen Gewässer der politischen Landschaft Russlands und nutzt ihre Plattform, um die Stimmen ihrer Gemeinschaft zu verstärken und die Rolle des Museums als Bastion der Kulturerhaltung und Bildung zu verteidigen.
Quelle: The New York Times


