Ecuador ruft Botschafter wegen kontroverser Äußerungen zurück

Ecuador hat seinen Botschafter aus Kolumbien zurückgerufen, da es zwischen den beiden Ländern zu Spannungen wegen Äußerungen des linken Führers Gustavo Petro zu Jorge Glas kommt.
Ecuador hat seinen Botschafter aus Kolumbien zurückgerufen. Dies ist ein diplomatischer Schritt, der die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern unterstreicht. Die Entscheidung erfolgt als Reaktion auf Äußerungen von Gustavo Petro, dem linken Präsidenten Kolumbiens, zu Jorge Glas, einem ehemaligen Vizepräsidenten Ecuadors, der derzeit eine Gefängnisstrafe verbüßt.
Glas, ein Mitglied der linken Partei PAIS Alliance, wurde 2017 wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit dem weitreichenden Bestechungsskandal um Odebrecht verurteilt, der mehrere lateinamerikanische Länder erschüttert hat. Petro, der selbst eine Geschichte politischer Kontroversen hat, sprach sich kürzlich für Glas aus und argumentierte, dass seine Inhaftierung politisch motiviert sei und dass er freigelassen werden sollte.
Die ecuadorianische Regierung unter der Führung des rechten Daniel Noboa verurteilte Petros Äußerungen als inakzeptable Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. In einer Erklärung erklärte das ecuadorianische Außenministerium, dass die Abberufung seines Botschafters aus Kolumbien eine notwendige Maßnahme sei
Quelle: Al Jazeera


