Ex-US-Spion Pollard beäugt Knesset-Sitz mit ethnischem Säuberungsplan für Gaza

Jonathan Pollard, 30 Jahre wegen Spionage inhaftiert, kündigt seine Kandidatur für die Knesset an, in der er sich für die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser aus Gaza und die israelische Wiederbevölkerung einsetzt.
Jonathan Pollard, der ehemalige Geheimdienstanalyst der US-Marine, der drei Jahrzehnte wegen Spionageaktivitäten im Namen Israels im Gefängnis saß, hat eine bemerkenswerte politische Ankündigung gemacht, die die Debatten über sein umstrittenes Erbe neu entfacht hat. Der prominente Politiker offenbarte seine Absicht, einen Sitz im israelischen Parlament, der Knesset, anzustreben, indem er auf einer Plattform kandidierte, in deren Mittelpunkt die gewaltsame Vertreibung palästinensischer Bewohner aus Gaza und die anschließende Annexion und Wiederbesiedlung des Gebiets mit israelischen Siedlern stand.
In einem offenen Fernsehinterview mit Channel 13, einem der größten israelischen Nachrichtensender, formulierte Pollard seine kontroverse Vision für die Zukunft Gazas mit auffallender Klarheit. „Ich persönlich bevorzuge die gewaltsame Vertreibung aller derzeitigen Bewohner des Gazastreifens sowie die Annexion des Gazastreifens und seine Wiederbesiedlung durch uns“, erklärte Pollard direkt in die Kameras und machte damit seine Position sowohl dem israelischen als auch dem internationalen Publikum unmissverständlich klar. Die Erklärung stellt eine extreme Position innerhalb des israelischen politischen Diskurses dar und hat sofort große Aufmerksamkeit von Medien und politischen Kommentatoren auf der ganzen Welt auf sich gezogen.
Pollards Entscheidung, in die israelische Politik einzutreten, fällt fast ein Jahrzehnt nach seiner Entlassung aus dem Bundesgefängnis im Jahr 2015, als er eine 30-jährige Haftstrafe für einen der bedeutendsten Spionagefälle in der modernen amerikanischen Geschichte verbüßte. Während seiner Inhaftierung im Bundesgefängnis in Butner, North Carolina, war Pollard zu einer umstrittenen Persönlichkeit geworden, deren Fall eine heftige Debatte über Loyalität, nationale Sicherheit und die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Israel auslöste. Seine schließliche Freilassung wurde von vielen in Israel und unter seinen Anhängern gefeiert, die ihn als Patrioten betrachteten, der sich für die Sicherheitsinteressen Israels einsetzte, während amerikanische Beamte und nationale Sicherheitsexperten seine Handlungen als schweren Vertrauensbruch betrachteten.


