Die 10-Milliarden-Dollar-Klage des ehemaligen Präsidenten Trump gegen das Wall Street Journal wurde abgewiesen

Ein Bundesrichter hat die 10-Milliarden-Dollar-Klage des ehemaligen Präsidenten Trump gegen das Wall Street Journal wegen eines Berichts zum 50. Geburtstag von Jeffrey Epstein abgewiesen. Der Fall wurde abgeschlossen.
In einer erheblichen juristischen Niederlage für den ehemaligen Präsidenten Donald Trump hat ein Bundesrichter seine 10-Milliarden-Dollar-Klage gegen The Wall Street Journal (WSJ) abgewiesen. Die Klage ging auf einen WSJ-Bericht zurück, in dem es um einen angeblich von Trump unterzeichneten Brief zum 50. Geburtstag von Jeffrey Epstein
gingDie Abweisung der Klage stellt einen großen Rückschlag für Trump dar, der versucht hatte, die renommierte Zeitung für ihre Berichterstattung über seine Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Epstein zur Rechenschaft zu ziehen. Der Richter entschied, dass Trump keine ausreichenden Beweise für seine Behauptungen der Verleumdung und des Schadensersatzes vorgelegt habe.
Der fragliche WSJ-Bericht, der im August 2019 veröffentlicht wurde, konzentrierte sich auf einen Brief, der angeblich Trumps Unterschrift trug und 1997 zu seinem 50. Geburtstag an Epstein geschickt wurde. Der Brief, den das WSJ erhalten und beglaubigt hatte, drückte Glückwünsche aus und lobte Epstein als „großartigen Kerl“.
Trump bestritt vehement die Echtheit des Briefes und behauptete, es handele sich um eine Fälschung und die Berichterstattung des WSJ sei ein Versuch, seinen Ruf zu schädigen. Anschließend reichte er eine 10-Milliarden-Dollar-Klage ein und beschuldigte die Zeitung, falsche und verleumderische Aussagen veröffentlicht zu haben.
In seinem Urteil stellte der Richter fest, dass Trump es versäumt habe, Beweise dafür vorzulegen, dass das WSJ tatsächlich böswillig gehandelt habe, ein hoher rechtlicher Standard, der erforderlich ist, um die Verleumdung einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens nachzuweisen. Der Richter stellte außerdem fest, dass die Berichterstattung der Zeitung auf einem legitimen Dokument beruhte und keine falschen Aussagen enthielt.
Die Abweisung der Klage ist ein bedeutender Sieg für das WSJ und ein Schlag für Trumps Bemühungen, die Gerichte dazu zu nutzen, kritische Medienberichterstattung zum Schweigen zu bringen. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem ehemaligen Präsidenten und der Presse sowie die Herausforderungen, denen sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei der Verfolgung erfolgreicher Verleumdungsklagen gegenübersehen.
Rechtsexperten haben die Entscheidung des Richters weithin gelobt und erklärt, dass sie die Grundsätze der Pressefreiheit und das Recht der Öffentlichkeit, die Handlungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu überprüfen, wahrt. Das Urteil erinnert daran, dass die Gerichte nicht als Instrument zur Unterdrückung legitimen Journalismus und der legitimen Berichterstattung eingesetzt werden.
Quelle: Al Jazeera


