IWF senkt globale Wachstumsprognose inmitten der Hormus-Krise

Der IWF hat seine globalen Wachstumsprognosen herabgestuft, da steigende Energie- und Rohstoffpreise die Inflation anheizen, angetrieben durch geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine globale Wachstumsprognose für 2023 gesenkt und nennt die anhaltende geopolitische Krise in der Straße von Hormus als wesentlichen Faktor. Die Organisation prognostiziert nun, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr nur um 2,8 % wachsen wird, was einem Rückgang gegenüber der vorherigen Schätzung von 3,2 % entspricht.
Steigender Inflationsdruck
Der Hauptgrund für die herabgestufte Prognose des IWF ist der Anstieg der globalen Inflation, die nun voraussichtlich 4,4 % erreichen wird – ein Anstieg von 0,6 Prozentpunkten gegenüber der vorherigen Prognose. Dieser Inflationsdruck wird durch die explodierenden Preise für Öl, Erdgas und Düngemittel angeheizt, die alle stark von den anhaltenden Spannungen und möglichen Störungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus betroffen sind.
Die Straße von Hormus, eine schmale Wasserstraße, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist ein kritischer globaler Energieengpass, durch den schätzungsweise 20 % der weltweiten Ölversorgung fließen. Jede Störung der Schifffahrt in dieser Region kann Schockwellen auf den globalen Energiemärkten und in der Gesamtwirtschaft auslösen.
In seinem neuesten Bericht zum World Economic Outlook stellte der IWF fest, dass die eskalierenden geopolitischen Risiken in der Straße von Hormus in Verbindung mit den anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine ein äußerst unsicheres und volatiles globales Wirtschaftsumfeld geschaffen haben.
Quelle: Al Jazeera


