Der stellvertretende Außenminister sagt, der Iran strebe einen „Rahmen“ an, bevor er die US-Gespräche wieder aufnehme

Der stellvertretende iranische Außenminister besteht darauf, einen gemeinsamen Rahmen mit den USA zu schaffen, bevor weitere Verhandlungen stattfinden können, was auf eine mögliche Sackgasse bei den Bemühungen um ein Atomabkommen hindeutet.
Irans stellvertretender Außenminister hat erklärt, dass die Gespräche mit den Vereinigten Staaten nicht wieder aufgenommen werden können, solange sich beide Seiten nicht auf einen gemeinsamen „Rahmen“ einigen. Diese Haltung deutet auf eine mögliche Sackgasse bei den laufenden Bemühungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens hin, da beide Länder offenbar uneins über die grundlegende Struktur und die Parameter künftiger Verhandlungen sind.
Die Kommentare von Ali Bagheri Kani, Irans Top-Unterhändler, unterstreichen die tiefen Spaltungen, die die Iran-Atomgespräche weiterhin plagen. Trotz mehrerer Diskussionsrunden in Wien hatten die beiden Seiten Schwierigkeiten, in wichtigen Fragen eine gemeinsame Basis zu finden, darunter die Aufhebung der US-Sanktionen und die Überprüfung der Einhaltung des Abkommens durch Iran
Bagheri Kanis Beharren darauf, vor weiteren Gesprächen einen „Rahmen“ festzulegen, deutet darauf hin, dass Iran versucht, mehr Einfluss zu gewinnen und die Bedingungen der Verhandlungen im Voraus festzulegen. Dies könnte es für die USA und ihre Verbündeten noch schwieriger machen, eine neue Einigung mit Iran über das Atomprogramm zu erzielen.
Die Atomgespräche sind seit Monaten ins Stocken geraten, wobei beide Seiten einander Unnachgiebigkeit und mangelnden guten Willen vorwerfen. Iran hat die Aufhebung aller seit 2015 verhängten US-Sanktionen gefordert, während die USA darauf bestanden haben, dass Iran seine nuklearen Aktivitäten auf das im ursprünglichen Atomabkommen von 2015 vereinbarte Niveau zurückfährt.
Trotz der anhaltenden Herausforderungen äußerten europäische und internationale Diplomaten weiterhin vorsichtigen Optimismus, dass noch eine Einigung erzielt werden kann, sofern beide Seiten zu Kompromissen bereit sind. Die jüngsten Kommentare von Bagheri Kani deuten jedoch darauf hin, dass der Iran seine Position vertieft und möglicherweise nicht bereit ist, die für einen Durchbruch notwendigen Zugeständnisse zu machen.
Das Scheitern eines neuen Iran-Atomabkommens könnte erhebliche geopolitische und sicherheitspolitische Auswirkungen haben und möglicherweise zu erhöhten Spannungen im Nahen Osten und einer weiteren Eskalation der nuklearen Nichtverbreitungskrise führen. Während die Verhandlungen weitergehen, wird die Welt genau beobachten, ob die USA und Iran einen Weg finden können, ihre Differenzen zu überwinden und eine für beide Seiten akzeptable Einigung zu erzielen.
Quelle: Al Jazeera


