Unruhen im Iran: Israels gescheiterter Versuch, eine Rebellion auszulösen

Trotz amerikanisch-israelischer Luftangriffe bleibt die iranische Regierung an der Macht, was die Einschätzungen der Geheimdienste widerlegt. Entdecken Sie die Folgen und Auswirkungen des gescheiterten Aufstandsversuchs.
Israels Versuche, eine Rebellion im Iran anzuzetteln, sind den neuesten Geheimdienstbewertungen drei Wochen nach Beginn des Konflikts zufolge nicht wie geplant zustande gekommen. Obwohl die theokratische iranische Regierung geschwächt wurde, behält sie weiterhin die Kontrolle und trotzt den Erwartungen eines raschen Zusammenbruchs.
Die USA und Israel hatten gehofft, dass eine Reihe von Luftangriffen auf Teheran weitreichende Unruhen und Aufstände im Iran auslösen und letztendlich das Regime stürzen würde. Allerdings hat sich die Machtergreifung der iranischen Regierung als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet, sodass die politischen Entscheidungsträger in Washington und Tel Aviv ihre Strategie überdenken müssen.
Analysten verweisen auf das rücksichtslose Vorgehen der iranischen Führung gegen Andersdenkende, die Fragmentierung der Opposition und die relative Stabilität des Sicherheitsapparats als Faktoren, die dazu beitragen, dass die Regierung den Sturm überstehen kann. Oberster Führer Ali Khamenei und die Revolutionsgarden haben schnell gehandelt, um alle Anzeichen einer Rebellion zu unterdrücken, und dabei ihre umfassenden Überwachungs- und Unterdrückungskapazitäten genutzt.
Das Versäumnis, einen Volksaufstand auszulösen, hat erhebliche Auswirkungen auf die breitere geopolitische Landschaft. Israel, das seine Hoffnungen auf einen raschen Regimewechsel im Iran gesetzt hatte, steht nun vor der Aussicht auf einen langwierigen Konflikt mit einem fest verwurzelten Gegner. Auch die USA müssen ihre Optionen neu bewerten, da die Aussicht auf eine Verhandlungslösung oder eine diplomatische Lösung immer unwahrscheinlicher erscheint.
Experten warnen, dass die Widerstandsfähigkeit des iranischen Regimes es dazu ermutigen könnte, seine regionalen Ambitionen zu verstärken, was möglicherweise zu einer Eskalation der Spannungen und einer weiteren Destabilisierung des Nahen Ostens führen könnte. Die Biden-Regierung und ihre israelischen Amtskollegen müssen sich nun mit der Realität auseinandersetzen, dass ihre ursprüngliche Strategie ins Stocken geraten ist, was ein Überdenken ihrer Herangehensweise an die iranische Herausforderung erforderlich macht.
Während sich der Konflikt weiter entfaltet, schaut die Welt mit angehaltenem Atem zu und fragt sich, ob sich die Machtergreifung der iranischen Regierung letztendlich als unzerbrechlich erweisen wird oder ob sich in den kommenden Monaten neue Möglichkeiten für Störungen und einen Regimewechsel ergeben werden.
Quelle: The New York Times


