Wegweisendes Urteil: Peru muss für Zwangssterilisationstragödie aufkommen

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass Peru der Familie einer Frau, die durch Zwangssterilisation gestorben ist, Wiedergutmachung leisten muss, ein großer Sieg für die Menschenrechte.
In einem wegweisenden Urteil hat der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte Peru angewiesen, Wiedergutmachung an die Familie einer Frau zu zahlen, die infolge der Zwangssterilisation gestorben ist. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die verheerenden Menschenrechtsverletzungen, die im Rahmen des Familienplanungsprogramms des Landes in den 1990er Jahren begangen wurden.
Das Gericht stellte fest, dass Mamérita Mestanza Chávez, eine 33-jährige Quechua-Frau, 1996 im Rahmen der aggressiven Familienplanungsinitiativen der peruanischen Regierung zu einer Eileiterligatur gezwungen wurde. Das Programm, das sich überproportional an arme und indigene Frauen richtete, führte zur Zwangssterilisation von schätzungsweise 300.000 Menschen.
Nach dem Eingriff erlitt Mestanza Chávez schwere Komplikationen und starb 13 Tage später. Das Gericht entschied, dass der peruanische Staat für ihren Tod und die Verletzung ihrer Menschenrechte verantwortlich ist, einschließlich des Rechts auf Leben, persönliche Integrität und Gleichheit vor dem Gesetz.
Quelle: Al Jazeera


