Anwalt im Zusammenhang mit Trumps Begnadigung wegen Erpressungskomplotts angeklagt

Der New Yorker Lobbyist und Anwalt Joshua Nass, der an einer Begnadigung Trumps beteiligt war, wurde verhaftet, weil er versucht hatte, einen ehemaligen Mandanten wegen Schulden in Höhe von 500.000 US-Dollar zu erpressen.
Joshua Nass, ein New Yorker Lobbyist und Anwalt mit Verbindungen zu einer Begnadigung von Donald Trump durch den Präsidenten, wurde wegen des Versuchs angeklagt, einen ehemaligen Mandanten und dessen Sohn wegen angeblicher Schulden in Höhe von 500.000 US-Dollar zu erpressen. Nass, 34, wurde am Freitag verhaftet, nachdem er vor einem Bundesgericht in Brooklyn wegen versuchter Erpressung nach dem Hobbs Act angeklagt worden war. Staatsanwälte des US-Justizministeriums behaupten, dass Nass dem Mandanten mit der Zahlung gedroht habe, die er angeblich für seine Dienste schulde.
Nass spielte eine Rolle bei der Begnadigung von David Correia im November 2020, einem Mann, der wegen Nichtzahlung von Steuern in Höhe von 40 Millionen US-Dollar verurteilt wurde. Correia war einer von vier Männern, darunter die Rudy Giuliani-Mitarbeiter Lev Parnas und Igor Fruman, die wegen Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierung angeklagt wurden. Nass vertrat Correia und beantragte bei der Trump-Regierung eine Begnadigung für ihn {{IMAGE_PLACEHOLDER}}
Die Anklage gegen Nass geht auf einen angeblichen 600.000-Dollar-Erpressungsplan zurück, an dem ein ehemaliger Mandant beteiligt war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bedrohte Nass den Mandanten und dessen Sohn und forderte die Bezahlung der juristischen Arbeit, die er angeblich geleistet hatte. Nass nutzte angeblich Einschüchterungstaktiken, einschließlich der Drohung, falsche Strafanzeigen einzureichen, um den Mandanten unter Druck zu setzen, die Schulden zu begleichen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Nass mit rechtlichen Problemen konfrontiert wird. Im Jahr 2019 wurde er wegen Wertpapierbetrugs wegen eines angeblichen Pump-and-Dump-Systems, an dem ein Cannabisunternehmen beteiligt war, angeklagt. Diese Anklage wurde später abgewiesen, aber der Fall machte Nass‘ Vorgeschichte fragwürdiger Geschäftspraktiken deutlich.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die Verbindung zur Trump-Begnadigung hat dem Fall eine zusätzliche Ebene der Kontroverse hinzugefügt. Die Beteiligung von Nass an der Begnadigung eines verurteilten Steuerhinterziehers wirft Fragen über die Integrität des Begnadigungsverfahrens und das Missbrauchspotenzial auf. Das Justizministerium hat deutlich gemacht, dass es keine Versuche toleriert, das Strafjustizsystem zum persönlichen Vorteil zu nutzen.
Im weiteren Verlauf des Falles wird es wichtig sein, Nass‘ Verbindungen zur Trump-Regierung und die Rolle, die er im Begnadigungsprozess spielte, genau zu untersuchen. Der Ausgang dieses Falles könnte umfassendere Auswirkungen auf die Transparenz und Rechenschaftspflicht des Begnadigungssystems des Präsidenten haben.
Quelle: The Guardian


