Große Datenpanne bei Lloyds-Kunden: 500.000 betroffen

Nach Angaben des britischen Gesetzgebers wurden bei fast einer halben Million Kunden der Lloyds Banking Group persönliche Daten wie Zahlungen, Kontodaten und Sozialversicherungsnummern durch einen IT-Fehler offengelegt.
Lloyds Banking Group hat die persönlichen Daten von fast 500.000 Kunden durch einen IT-Fehler offengelegt, bei dem Zahlungen, Kontodaten und Sozialversicherungsnummern von Personen zurückblieben sichtbar für andere Benutzer, hat ein Ausschuss von Abgeordneten enthüllt.
Ein Brief von Lloyds, veröffentlicht von Abgeordneten im Sonderausschuss des Finanzministeriums führte am Freitag die Panne auf einen Softwarefehler zurück, der während eines IT-Updates für seine Mobile-Banking-Apps Lloyds, Halifax und Bank of Scotland in der Nacht zum 12. März aufgetreten war.
Der Vorfall markiert einen schwerwiegenden Vorfall Cybersicherheitsverstoß bei einem der größten Finanzinstitute Großbritanniens, bei dem möglicherweise sensible Finanz- und persönliche Daten von Hunderttausenden Kunden offengelegt werden. Der Gesetzgeber verlangt nun von Lloyds Antworten auf die Frage, wie es zu einem so erheblichen Datenleck kam und welche Schritte unternommen werden, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.
Dem Brief zufolge ermöglichte das IT-Problem einigen Kunden, die persönlichen und finanziellen Daten anderer Benutzer einzusehen, wenn sie über die mobilen Apps auf ihre eigenen Konten zugegriffen haben. Dazu gehörte der Zugriff auf Kontostände, aktuelle Transaktionen und in einigen Fällen auch auf die Sozialversicherungsnummern von Einzelpersonen.
Lloyds sagte, es habe das Problem identifiziert und das Problem innerhalb von sieben Stunden behoben, jedoch nicht bevor die sensiblen Informationen von fast einer halben Million Kunden potenziellem Missbrauch ausgesetzt waren. Die Bank behauptete, es gebe keine Hinweise auf betrügerische Aktivitäten infolge des Vorfalls.
Die Aufdeckung dieses schwerwiegenden Datenverstoßes hat verständlicherweise Verbrauchergruppen und Finanzaufsichtsbehörden im Vereinigten Königreich alarmiert. Die Vorsitzende des Sonderausschusses des Finanzministeriums, Harriett Baldwin, erklärte, dass der Vorfall Anlass zur Sorge gebe
Quelle: The Guardian


