Minderheitssenator übernimmt Trumps Iran-Kriegsbefugnisse

Senator Tim Kaine, ein Demokrat aus Virginia, nutzt seine Position in der Senatsminderheit, um Abstimmungen und Debatten über den Einsatz militärischer Gewalt durch Präsident Trump gegen den Iran zu erzwingen.
Tim Kaine, ein demokratischer Senator aus Virginia, hat einen Weg gefunden, wiederholt Redezeit in Anspruch zu nehmen und alle Senatoren dazu zu zwingen, gegen den Einsatz militärischer Gewalt durch Präsident Trump abzustimmen. Als Mitglied der Senatsminderheit nutzt Kaine alle ihm zur Verfügung stehenden parlamentarischen Instrumente, um die Debatte über die Kriegsbefugnisse des Präsidenten in den Vordergrund zu rücken.
Kaines jüngster Schritt bestand darin, sich auf die War Powers Resolution zu berufen, die den Präsidenten verpflichtet, innerhalb von 60 Tagen die Zustimmung des Kongresses für eine Militäraktion einzuholen. Dies zwang den Senat, über eine Resolution abzustimmen, die Trump zum Abzug aller von ihm in den Iran stationierten Truppen verpflichtet hätte, es sei denn, der Kongress genehmigte weitere Maßnahmen. Obwohl die Resolution letztendlich scheiterte, legte sie doch den Senatoren offen, welche Ansichten sie über die Befugnis des Präsidenten hatten, das Land in den Krieg zu führen.
Kaines Bemühungen waren Teil einer umfassenderen Kampagne zur Stärkung der Rolle des Kongresses bei Entscheidungen über Krieg und Frieden. Als Mitglied des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats war er ein lautstarker Kritiker der eskalierenden Spannungen der Regierung mit Iran und argumentierte, dass dem Präsidenten die notwendige Genehmigung des Kongresses fehlt, um Angriffe durchzuführen oder einen umfassenden Konflikt auszulösen.
Quelle: The New York Times

