New Orleans beleuchtet unterversorgte Gebiete

New Orleans startet Straßenbeleuchtungsinitiative, um die Sicherheit in unterversorgten Vierteln zu verbessern. Erfahren Sie, wie bessere Beleuchtung Kriminalität bekämpft und Ungleichheit bekämpft.
New Orleans startet eine ehrgeizige Initiative zur Reparatur und Modernisierung defekter Straßenbeleuchtung in unterversorgten Stadtvierteln und ist sich bewusst, dass eine angemessene Beleuchtung eine entscheidende Rolle bei der Kriminalitätsprävention und der Förderung sicherer Gemeinden spielt. Der umfassende Ansatz der Stadt zur Verbesserung der Straßenbeleuchtung stellt einen bedeutenden Schritt zur Beseitigung seit langem bestehender Ungleichheiten in der öffentlichen Sicherheitsinfrastruktur dar. Durch die Investition in hellere, zuverlässigere Beleuchtungssysteme hoffen die Kommunalbeamten, Viertel zu verändern, in denen es in der Vergangenheit an ausreichender nächtlicher Sichtbarkeit und Sicherheitsmaßnahmen mangelte.
Der historische Kontext für das Verständnis der Bedeutung moderner öffentlicher Beleuchtung reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als der amerikanische Philosoph und Essayist Ralph Waldo Emerson in seinem Aufsatz „Worship“ die Essenz des doppelten Zwecks der Beleuchtung festhielt. Emerson schrieb bekanntlich, dass „Gaslicht die beste nächtliche Polizei ist“, ein Satz, der in zeitgenössischen Diskussionen über städtische Sicherheit großen Nachhall findet. Diese vor fast zwei Jahrhunderten gemachte Beobachtung verdeutlicht, dass Gesellschaften seit langem den Zusammenhang zwischen Sichtbarkeit und Sicherheit erkannt haben und eine philosophische Grundlage für die heutigen Strategien zur Kriminalitätsprävention durch Umweltdesign geschaffen haben.
Über den oberflächlichen Vorteil hinaus, den Menschen eine klare Sicht nach Einbruch der Dunkelheit zu ermöglichen, haben öffentliche Beleuchtungssysteme tiefgreifende sozioökonomische Auswirkungen, die sich bis hin zu Fragen der Rassen- und Wirtschaftsgerechtigkeit erstrecken. Untersuchungen belegen einen gut dokumentierten Zusammenhang zwischen Straßenbeleuchtung und Sicherheit und zeigen, wie sich eine unzureichende Beleuchtung unverhältnismäßig stark auf Stadtteile mit niedrigerem Einkommensniveau und überwiegend Minderheitenbevölkerung auswirkt. Das Vorhandensein oder Fehlen funktionierender Straßenlaternen ist zu einem unausgesprochenen Indikator für Investitionsunterschiede geworden und markiert physisch, welche Gemeinden ausreichende kommunale Ressourcen erhalten und welche im Dunkeln bleiben.
Quelle: The Guardian


