Peter Hollingworth, ehemaliger Generalgouverneur, stirbt im Alter von 91 Jahren

Peter Hollingworth, ehemaliger Generalgouverneur Australiens und anglikanischer Erzbischof von Brisbane, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Er ist wegen Kindesmissbrauchs in der Kirche zurückgetreten.
Peter Hollingworth, eine herausragende Persönlichkeit im öffentlichen Leben Australiens, der sowohl als Generalgouverneur des Landes als auch als anglikanischer Erzbischof von Brisbane fungierte, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Sein Tod markiert das Ende eines komplexen Erbes, das bedeutende Beiträge zur Armutsbekämpfung und erhebliche Kontroversen über seinen Umgang mit Vorwürfen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs innerhalb der anglikanischen Kirche umfasste.
Hollingworth wurde 2001 von Premierminister John Howard zum Generalgouverneur ernannt, eine Position, die den Höhepunkt seiner Karriere im öffentlichen Dienst darstellte. Allerdings erwies sich seine Amtszeit als Vizekönig als umstritten und letztlich von kurzer Dauer, da zunehmende Untersuchungen über seine frühere Behandlung von Missbrauchsfällen in kirchlichen Kreisen ihn 2003 zum Rücktritt zwangen. Die Umstände seines Ausscheidens aus dem Regierungshaus bleiben ein bedeutendes Kapitel in der politischen und religiösen Geschichte Australiens.
Vor seiner Ernennung zum Generalgouverneur etablierte sich Hollingworth als engagierter anglikanischer Erzbischof und diente ab 1990 elf Jahre in Folge in der Diözese Brisbane. Während seiner Amtszeit als Erzbischof wurde er für seine Interessenvertretung für benachteiligte Gemeinschaften und seine Bemühungen zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit bekannt. Er gilt als der erste in Australien geborene Mensch, der als Erzbischof von Brisbane fungierte, was einen Meilenstein in der Geschichte der anglikanischen Kirche in Australien darstellt.


