Sänger aus Sierra Leone wegen Razzia gegen freie Meinungsäußerung inhaftiert

Aktivisten und Anwälte fordern die Freilassung des Sheriffs von Zainab, der wegen Anstiftung zu dem, was Kritiker als politische Verfolgung bezeichnen, zu vier Jahren Haft verurteilt wurde.
Die Inhaftierung von Zainab Sheriff, einer der prominentesten Entertainerinnen Sierra Leones, hat bei internationalen Menschenrechtsorganisationen, Rechtsexperten und politischen Persönlichkeiten einen Feuersturm der Kritik entfacht, die argumentieren, dass ihre Verurteilung eine besorgniserregende Eskalation der Unterdrückung abweichender Meinungen durch die Regierung darstellt. Sheriff, die von ihrer erfolgreichen Musikkarriere zum Reality-Fernsehen wechselte und schließlich zu einer lautstarken politischen Oppositionsfigur wurde, sitzt jetzt hinter Gittern, nachdem im April ein Urteil gefällt wurde, das von Kritikern allgemein als politisch motiviert und ungerecht verurteilt wird.
Die gegen Sheriff verhängte 22-monatige Haftstrafe umfasst Anklagen wegen „Anstiftung“ und bedrohlicher Äußerungen. Anschuldigungen, die Rechtsexperten und Befürworter der freien Meinungsäußerung als unbegründet bezeichnen, scheinen dazu gedacht zu sein, ihre ausgesprochene Kritik an der Regierungspolitik zum Schweigen zu bringen. Ihre Unterstützer behaupten, dass die Anklage einen gefährlichen Präzedenzfall in der jüngeren Geschichte Sierra Leones darstellt, wo politische Opposition und öffentliche Meinungsverschiedenheiten zunehmend strafrechtlich verfolgt werden. Der Fall hat internationale Aufmerksamkeit von Organisationen erregt, die Menschenrechtsverletzungen und demokratische Rückfälle in Westafrika überwachen.
Anwälte, die sich auf Verfassungs- und Strafrecht spezialisiert haben, haben die Legitimität der Verurteilung von Sheriff in Frage gestellt und argumentiert, dass ihre Äußerungen zwar provokativ und politisch aufgeladen seien, aber durchaus in den Rahmen der geschützten Meinungsäußerung gemäß internationalen Konventionen fielen, die Sierra Leone offiziell ratifiziert hat. Diese Rechtsexperten weisen auf Unstimmigkeiten bei der Anwendung der Gesetze zu Volksverhetzung und Volksverhetzung durch die Regierung hin, wobei Kritiker anmerken, dass ähnlich hitzige Rhetorik von Regierungsanhängern in der Regel ungestraft bleibt. Sie argumentieren, dass die unterschiedliche Anwendung der Justiz den politischen Charakter der Strafverfolgung enthülle.


