Social-Media-Giganten blockieren Konten saudischer Dissidenten

Meta,
Große Social-Media-Plattformen, die von führenden US-amerikanischen Technologieunternehmen betrieben werden, stehen unter Beobachtung, weil sie den Aufforderungen der saudi-arabischen Behörden nachgekommen sind, die Konten politischer Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten zu sperren und zu unterdrücken. Die Praxis, die Inhalte innerhalb der Grenzen des Königreichs effektiv zensiert, hat weit verbreitete Kritik von Befürwortern der freien Meinungsäußerung und internationalen Menschenrechtsorganisationen hervorgerufen, die argumentieren, dass diese Unternehmen zu Werkzeugen autoritärer Regierungen werden, um Oppositionsstimmen zum Schweigen zu bringen.
Zu den betroffenen Aktivisten gehört Abdullah Alaoudh, ein bekannter in den USA ansässiger Dissident, der eine bedeutende Plattform aufgebaut hat, die sich gegen angebliche Menschenrechtsverletzungen und Regierungsverstöße in Saudi-Arabien ausspricht. Darüber hinaus wurden die Konten von Omar Abdulaziz, einem in Kanada und Großbritannien ansässigen Aktivisten, der vor seiner Ermordung durch saudische Agenten im Jahr 2018 enge Beziehungen zum ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi unterhielt, ebenfalls für die Sichtbarkeit in Saudi-Arabien gesperrt. Diese Maßnahmen stellen ein besorgniserregendes Muster der Einhaltung staatlicher Zensurforderungen durch globale Technologieunternehmen dar.
Der von diesen Plattformen eingesetzte Blockierungsmechanismus ist besonders heimtückisch, da er über eine Geoblocking-Technologie funktioniert, die Konten ausschließlich für Benutzer unsichtbar macht, die innerhalb der Grenzen Saudi-Arabiens auf das Internet zugreifen. Dieser Ansatz ermöglicht es den Social-Media-Unternehmen, eine plausible Leugnung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig dem Druck der Regierung, abweichende Stimmen zu unterdrücken, effektiv nachzukommen. Benutzer in anderen Ländern können diese Konten weiterhin sehen, aber die saudische Bevölkerung – die Hauptzielgruppe für die Nachrichten dieser Aktivisten – kann nicht auf ihre Inhalte zugreifen.
Quelle: The Guardian


