Trump-Administrator lockert Jagdregeln in Nationalparks

Die Richtlinie des Innenministeriums löst eine Debatte über die Sicherheit und den Schutz von Wildtieren aus, da 55 nationale Standorte in ganz Amerika die Jagdbeschränkungen aufheben.
Die Trump-Regierung hat einen bedeutenden politischen Wandel in Bezug auf Jagd- und Fischereiaktivitäten in den geschützten Gebieten Amerikas eingeleitet. Mit einer entsprechenden Weisung des US-Innenministeriums im Januar haben Beamte damit begonnen, Manager in 55 Nationalparks, Wildschutzgebieten und Wildnisgebieten unter Druck zu setzen, die seit langem bestehenden Jagdbeschränkungen erheblich zu lockern. Diese weitreichende Änderung hat eine erhebliche Debatte unter Naturschützern, Wildtierexperten und Parkverwaltern ausgelöst, die sich Sorgen über die möglichen Folgen sowohl für die Sicherheit der Besucher als auch für das empfindliche Ökosystemmanagement machen.
Doug Burgum, der unter der Trump-Regierung als Innenminister fungierte, leitete diese politische Überarbeitung. Seine Anordnung vom Januar wies mehrere Bundesbehörden ausdrücklich an, das zu beseitigen, was er als „unnötige regulatorische oder administrative Hindernisse“ für Jagd- und Fischereiaktivitäten bezeichnete. Die Richtlinie forderte gleichzeitig, dass alle bestehenden Vorschriften, die Beamte beibehalten möchten, nun strikt begründet und dokumentiert werden müssen. Dieser Ansatz stellt einen grundlegenden philosophischen Wandel hin zur Deregulierung und einem erweiterten Freizeitzugang zu Bundesgebieten dar.
Der Befehl hat im riesigen System geschützter öffentlicher Gebiete des Landes Widerhall gefunden. Park- und Schutzgebietsmanager an den betroffenen 55 Standorten haben mit der Aufhebung der Verbote begonnen, die in einigen Fällen seit Jahrzehnten Jagdaktivitäten regelten. Diese Beschränkungen wurden ursprünglich eingeführt, um Wildtierpopulationen zu schützen, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und die Integrität natürlicher Lebensräume zu bewahren. Der weitreichende Charakter der Änderungen legt nahe, dass die Verwaltung diese Vorschriften eher als veraltete Hindernisse für Freizeitmöglichkeiten denn als wesentliche Erhaltungsmaßnahmen ansieht.
Quelle: The Guardian


