Untrainierte Menschen benötigen 30–50 Minuten mehr Training pro Woche

Eine neue britische Biobank-Studie zeigt, dass am wenigsten fitte Personen deutlich mehr wöchentliche Bewegung benötigen als ihre fitteren Kollegen, um gleichwertige kardiovaskuläre Gesundheitsvorteile zu erzielen.
Eine bahnbrechende Studie hat die herkömmliche Meinung über Trainingsempfehlungen in Frage gestellt und gezeigt, dass die kardiovaskuläre Fitness eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie viel körperliche Aktivität zur Verbesserung der Herzgesundheit erforderlich ist. Die Studie, die Daten von über 17.000 britischen Erwachsenen untersuchte, legt nahe, dass Personen, die mit einem niedrigeren Fitnessniveau beginnen, wesentlich mehr Zeit in Bewegung investieren müssen, um die gleiche Reduzierung des kardiovaskulären Risikos zu erreichen wie diejenigen, die bereits körperlich fit sind.
Die Untersuchung, die mit Teilnehmern der umfangreichen britischen Biobank-Studie durchgeführt wurde, nutzte strenge wissenschaftliche Methoden, um den Zusammenhang zwischen Fitnessniveau und Trainingsanforderungen zu bewerten. Die Teilnehmer absolvierten einen Fahrradergometertest zur Messung ihrer grundlegenden kardiorespiratorischen Fitness, wissenschaftlich ausgedrückt als geschätzter VO2 max – ein Standardmaß zur Bewertung der aeroben Kapazität und der allgemeinen körperlichen Kondition. Darüber hinaus trugen alle Teilnehmer eine ganze Woche lang Fitness-Tracker, um ihre typischen täglichen Trainingsmuster und Aktivitätsniveaus zu erfassen und so den Forschern genaue, reale Daten zu liefern, anstatt sich ausschließlich auf selbst gemeldete Informationen zu verlassen.
Den Ergebnissen zufolge müssen Personen, die in die am wenigsten fitte Kategorie eingestuft werden, im Vergleich zu Personen in der fittesten Kategorie 30 bis 50 Minuten mehr pro Woche mehr Sport treiben, um eine vergleichbare Reduzierung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erreichen. Dieser erhebliche Unterschied verdeutlicht das Konzept der „Fitness-Ungleichheit“ in Bezug auf die gesundheitlichen Vorteile – und zeigt im Wesentlichen, dass die Vorteile von Bewegung nicht gleichmäßig über alle Fitnessniveaus verteilt sind.


