USL will die Spielergewerkschaft vor drohendem Streik schwächen

Die Zweitliga-Fußballliga USL sendet E-Mails an Spieler wegen Austritts aus der Gewerkschaft und Überschreitung von Streikposten, da die Arbeitsverhandlungen ein kritisches Stadium erreichen.
USL, der Betreiber der zweitklassigen Championship- und der drittklassigen League One-Männerfußballliga, hat im Zuge laufender Arbeitsverhandlungen mit der USL Players' Association (USLPA) einen umstrittenen Schritt unternommen. Mehrere Quellen haben bestätigt, dass die Liga jedem Vertragsspieler der Meisterschaft eine E-Mail mit Informationen zu den Verfahren zum Überschreiten einer möglichen Streikpostenlinie und zum Austritt aus der Gewerkschaft geschickt hat.
Die vorherige Vereinbarung zwischen der Liga und der USLPA lief am 31. Dezember 2025 aus und die beiden Seiten sind seit über einem Jahr in angespannte Arbeitsverhandlungen verwickelt. Die Spannungen haben sich in letzter Zeit auf die öffentliche Sphäre ausgeweitet und lassen das Gespenst eines möglichen Spielerstreiks aufkommen, wenn die neue Saison näher rückt.

Laut einem aktiven Spieler, der mit The Guardian sprach, war die E-Mail der Liga „ein Haufen Blödsinn“ und ein Versuch, die Tarifverhandlungsbemühungen der Spieler zu untergraben. Die USL weigerte sich jedoch, sich zu der Situation zu äußern.
Der Schritt der Liga, den Spielern Informationen über den Austritt aus der Gewerkschaft und das Überschreiten von Streikposten zu geben, wird von vielen als eine plumpe Taktik angesehen, die darauf abzielt, die Verhandlungsposition der Spieler zu schwächen. Die USLPA hat auf bessere Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen und Entschädigungen für ihre Mitglieder gedrängt, aber die Liga scheint in den laufenden Verhandlungen eine harte Haltung einzunehmen.
Während die neue Saison näher rückt, spitzt sich der Konflikt zwischen der USL und der USLPA zu. Das Ergebnis dieser Verhandlungen könnte weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft des Profifußballs in den Vereinigten Staaten haben, da der Kampf der Spieler um eine bessere Behandlung und die Bemühungen der Liga, die Kontrolle über ihre Belegschaft zu behalten, ihren Höhepunkt erreichen.
Quelle: The Guardian


