
Eine Untersuchung deckt Behauptungen auf, dass Live Nation einen Veranstaltungsort dafür bestraft habe, dass er einen anderen Ticketanbieter gewählt habe, und dadurch ein mit Spannung erwartetes Billie-Eilish-Konzert weggenommen habe. Entdecken Sie die Kontroverse um die angeblich wettbewerbswidrigen Taktiken.
Veranstaltungsort der Billie Eilish Show verweigert: Angebliche Vergeltungsmaßnahme von Live Nation
John Abbamondi, der CEO von BSE Global, das das Barclays Center in Brooklyn betreibt, wurde damit beauftragt, die Neuigkeiten dem CEO von Ticketmaster zu überbringen – die Arena hatte sich für einen anderen Ticketanbieter, SeatGeek, entschieden, als ihr bestehender Ticketmaster-Vertrag im September 2021 auslief. Demnach Abbamondi, das Angebot von Ticketmaster konnte einfach nicht mit der überlegenen Technologie und den finanziellen Bedingungen des Angebots von SeatGeek mithalten, das eine Kapitalbeteiligung am Unternehmen beinhaltete.

Diese Entscheidung würde jedoch bald unerwartete Konsequenzen haben. Monate später behauptet Abbamondi, Live Nation, die Muttergesellschaft von Ticketmaster, habe das Barclays Center bestraft, indem es ihm ein mit Spannung erwartetes Billie Eilish-Konzert entzogen habe, das dort stattfinden sollte. Diese angebliche Vergeltung hat eine neue Runde der Prüfung der angeblich wettbewerbswidrigen Taktiken von Live Nation in der Live-Entertainment-Branche ausgelöst.
Die Ticketmaster-Kontroverse
Die Entscheidung, wegen Ticketmaster mit SeatGeek zusammenzuarbeiten, war eine strategische Entscheidung für das Barclays Center. Abbamondi und sein Team hatten Vorschläge von mehreren Ticketanbietern geprüft und festgestellt, dass SeatGeek sowohl überlegene Technologie als auch bessere finanzielle Konditionen, einschließlich einer Kapitalbeteiligung am Unternehmen, bot. Dies war ausschlaggebend für die Entscheidung, die langjährige Zusammenarbeit mit Ticketmaster zu beenden.

Doch laut Abbamondi war Live Nation, die Muttergesellschaft von Ticketmaster, mit dieser Entscheidung alles andere als zufrieden. Kurz nachdem das Barclays Center angekündigt hatte, mit SeatGeek zusammenzuarbeiten, behauptet Abbamondi, dass Live Nation ein mit Spannung erwartetes Billie Eilish-Konzert, das eigentlich am Veranstaltungsort stattfinden sollte, weggenommen habe.
Angebliche Vergeltung und wettbewerbswidrige Taktiken
Die angebliche Entfernung des Billie Eilish-Konzerts hat neue Untersuchungen zu den angeblich wettbewerbswidrigen Taktiken von Live Nation im Live-Konzert ausgelöst Unterhaltungsindustrie. Kritiker argumentieren, dass Live Nation als dominierender Akteur bei Live-Events seine Marktmacht genutzt hat, um Veranstaltungsorte zu bestrafen, die sich dafür entscheiden, mit konkurrierenden Ticketanbietern zusammenzuarbeiten.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Live Nation mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird. Dem Unternehmen wird seit langem vorgeworfen, seine Kontrolle über große Künstler und Veranstaltungsorte auszunutzen, um seine Dominanz im Ticketverkauf aufrechtzuerhalten. Das US-Justizministerium untersucht derzeit die Praktiken des Unternehmens, und es wurden Forderungen nach einer stärkeren kartellrechtlichen Aufsicht in der Branche laut.
Der Vorfall im Barclays Center verstärkt diese anhaltenden Bedenken zusätzlich. Abbamondis Behauptungen deuten darauf hin, dass Live Nation möglicherweise zu Vergeltungsmaßnahmen gegen Veranstaltungsorte bereit sein könnte, die es wagen, seine Marktposition in Frage zu stellen, wodurch den Fans möglicherweise die mit Spannung erwarteten Veranstaltungen vorenthalten werden. Da die Live-Entertainment-Branche weiterhin mit den Folgen der COVID-19-Pandemie zu kämpfen hat, unterstreicht diese Kontroverse die dringende Notwendigkeit einer größeren Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Branche.
Letztendlich war die Entscheidung des Barclays Center für eine Partnerschaft mit SeatGeek eine strategische Entscheidung, die von dem Wunsch getrieben wurde, seinen Kunden das bestmögliche Ticketerlebnis zu bieten. Aber die angebliche Vergeltungsmaßnahme von Live Nation ist eine deutliche Erinnerung an die Machtdynamik, die in der Live-Entertainment-Branche herrscht. Da sich die rechtliche und behördliche Kontrolle verschärft, könnten die wahren Auswirkungen dieser Praktiken auf Fans, Künstler und Veranstaltungsorte bald ans Licht kommen.
Quelle: The Verge