Trumps Chaos: Medien ignorieren alarmierendes Verhalten

Trumps unberechenbares Verhalten, sein Eigenhandel und seine ständigen Lügen werden von den Mainstream-Medien, die über seine Präsidentschaft berichten, als normal angesehen.
Die Trump-Präsidentschaft sorgt weiterhin für Schlagzeilen, die durch zunehmend unberechenbares und besorgniserregendes Verhalten gekennzeichnet sind, doch viele Mainstream-Medien scheinen diese beunruhigenden Muster normalisiert zu haben. What should constitute genuine alarm bells in political coverage instead gets filed away as simply another day in the news cycle, treated with a shrug and the dismissive phrase "that's just Trump being Trump."
The evidence of problematic conduct is mounting at an accelerating pace. Seine Social-Media-Beiträge bewegen sich häufig in unzusammenhängendem Terrain, scheinen ungefiltert und gelegentlich verstörend in ihrem Inhalt und Ton. Berichten zufolge schien der Präsident bei hochrangigen diplomatischen Treffen einzuschlafen, was ernsthafte Fragen zu seinem Engagement in kritischen Fragen der nationalen Sicherheit und der internationalen Beziehungen aufwarf. Am beunruhigendsten ist vielleicht, dass Trump offen zugegeben hat, dass er bei den Verhandlungen mit dem Iran die wirtschaftlichen Sorgen der einfachen Amerikaner außer Acht gelassen hat, und deutlich gemacht hat, dass er bei diesen entscheidenden Gesprächen „kein bisschen“ über die amerikanischen Finanzen nachdenkt.
Das Muster der Täuschung, das den Botschaften der Regierung zugrunde liegt, kann nicht übersehen werden. Trumps Lügen über die angeblichen Errungenschaften und Rechtfertigungen für den militärischen Konflikt mit dem Iran bleiben bestehen, obwohl sie wiederholt auf Fakten überprüft und durch verfügbare Beweise widerlegt werden. Der Krieg selbst wurde ohne klare Begründung oder internationalen Konsens begonnen, dennoch stellt die Regierung der amerikanischen Öffentlichkeit weiterhin sowohl seine Ursprünge als auch seine Ergebnisse falsch dar.

Ebenso alarmierend ist der systematische Missbrauch des Justizministeriums, einer Institution, die unabhängig arbeiten sollte, um der Rechtsstaatlichkeit zu dienen und die Verfassung zu schützen Rechte. Stattdessen wurde das DOJ als Instrument zur Förderung der persönlichen politischen Agenda des amtierenden Präsidenten umfunktioniert, was eine tiefgreifende Korruption seiner beabsichtigten Funktion und eine Bedrohung für die unparteiische Rechtspflege darstellt.
Was an dieser gesamten Situation vielleicht am auffälligsten ist, ist die Art und Weise, wie die Mainstream-Medien auf diese Kaskade besorgniserregender Entwicklungen reagiert haben. Anstatt diese Vorfälle mit der Ernsthaftigkeit und Prüfung zu behandeln, die sie verdienen, hat ein Großteil der politischen Presse einen Ton müder Vertrautheit angenommen, als ob das Alarmieren einfach zur Routine geworden wäre. Jede neue Unverschämtheit wird schnell vom Hintergrundrauschen des Nachrichtenzyklus absorbiert und ohne ausreichenden Kontext oder redaktionelle Reflexion darüber berichtet, was diese Muster für die Zukunft der amerikanischen Regierungsführung bedeuten.
Der Ausdruck „eingepreist“ ist zu einem gängigen Refrain in der Medienberichterstattung geworden, was darauf hindeutet, dass Märkte und Beobachter diese Risiken bereits in ihre Berechnungen einbezogen haben und daher kein Grund zu erhöhter Besorgnis besteht. Diese Formulierung ist grundsätzlich fehlerhaft, wenn sie auf Bedrohungen demokratischer Institutionen und der verfassungsmäßigen Regierungsführung angewendet wird. Das Risiko einer Präsidentschaft, die ständig täuscht, den Anforderungen des Amtes nicht gewachsen zu sein scheint und systematisch Macht missbraucht, kann nicht einfach als akzeptable Geschäftskosten „eingepreist“ werden.
Die Normalisierung von anormalem Verhalten stellt ein gefährliches Versagen institutioneller Kontrollen und der Rechenschaftspflicht der Medien dar. Wenn beispiellose Aktionen lediglich zu dem werden, was Trump tut, haben wir eine besorgniserregende Schwelle bei der Bewertung der Eignung und des Verhaltens des Präsidenten überschritten. Die Presse hat die Verantwortung, die Standards der kritischen Recherche aufrechtzuerhalten und die Öffentlichkeit zu warnen, wenn diese Standards schwerwiegend verletzt werden.
Die Gesamtheit dieser Bedenken macht sie noch schwerwiegender. Es handelt sich nicht nur um einen einzelnen Vorfall oder eine politische Meinungsverschiedenheit; Es handelt sich um ein Verhaltensmuster, das entweder auf einen grundsätzlichen Mangel an Ernsthaftigkeit gegenüber dem Amt des Präsidenten oder auf eine aktive Missachtung der Zwänge schließen lässt, die der Exekutive unterliegen sollten. Die scheinbare Schläfrigkeit bei Sitzungen in Kombination mit der fahrlässigen Missachtung wirtschaftlicher Folgen, gepaart mit systematischer Unehrlichkeit und institutioneller Korruption, zeichnet ein Bild einer Regierungsführung, die grundlegend gebrochen ist.
Während sich diese Entwicklungen entfalten, stellt sich für die amerikanische Öffentlichkeit und die demokratischen Institutionen die Frage, ob wir zulassen werden, dass die Messlatte für das Verhalten des Präsidenten dauerhaft gesenkt wird, ob wir akzeptieren werden, dass Chaos und Eigenhandel einfach die neue Normalität sind, oder ob wir verlangen werden, dass unsere gewählten Führer grundlegende Standards der Ehrlichkeit erfüllen. Kompetenz und Respekt vor verfassungsmäßigen Machtgrenzen. Die Rolle der Medien bei der Gestaltung dieser Erzählung kann nicht unterschätzt werden.
Quelle: The Guardian


